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Halbjahresbilanz
Springer wird noch digitaler

Beim Medienhaus Axel Springer kommen 85 Prozent der Werbeerlöse inzwischen aus dem Digitalgeschäft. Die Zahlen im Detail:

Text: W&V Redaktion

27. Juli 2018

Springer, der Digitalkonzern.
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Der Medienkonzern Axel Springer freut sich im ersten Halbjahr über weiteres digitales Wachstum: Die Digitalumsätze im Konzern legten um 9,4 Prozent zu. Damit kommen inzwischen 85 Prozent der Werbeumsätze und 69 Prozent der Konzernumsätze aus dem Digitalen.

Insgesamt legte der Konzernumsatz um 5,9 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro zu, selbst bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte kommt hinten immer noch ein Plus von 4,3 Prozent heraus.

Die Gewinne vor Steuern stiegen bereinigt um 3,7 Prozent (37,3 Millionen Euro) auf insgesamt 354,5 Millionen Euro. Das enstpricht einer Rendite von 22,7 Prozent. Alle Zahlen basieren auf den neuen Rechnungslegungsstandards, die seit Anfang des Jahres angewendet werden.

Der Anteil des Digitalgeschäfts am Konzerngewinn liegt wie im Vorjahr bei 80 Prozent. Haupt-Wachstumsmotor ist weiter das Rubrikengeschäft: Die Umsätze legten im ersten Halbjahr 2018 um 19,2 Prozent auf 585,2 Millionen Euro zu. Die Gewinne liegen bereinigt bei 223,3 Millionen Euro. Die Rendite liegt wegen weiterer Investitionen im Rubrikengeschäft (Logic-Immo/ Universum) etwas niedriger als im Vorjahr (40,7 Prozent), aber immer noch bei satten 38,2 Prozent.

Wie es um den Journalismus steht

Mit seinen journalistischen Medien erzielt Springer einen Gesamtumsatz von 732 Millionen Euro. Business Insider erreichte wie erwartet im ersten Halbjahr die Gewinnzone. Die Zahl der digitalen Abonnenten von Bildplus stieg auf 404.495 (IVW Juni 2018), zusammen mit  den digitalen Welt-Abos sind es fast 485.000 Abos.

Mit Journalismus lässt sich zwar weniger Geld machen als mit Rubriken: Die bereinigten Gewinne liegen bei 113,4 Millionen (plus 2,3 Prozent) - das entspricht dennoch einer stabilen Rendite von 15,5 Prozent. Die digitale Entwicklung bei den Nachrichtenmedien sieht Vorstandschef Mathias Döpfner als "Meilenstein, der zeigt, dass wir journalistische Inhalte in der digitalen Welt zunehmend monetarisieren können".

Der Konzernbereich Marketing Media (mit Portalen wie Aufeminin, Finanzen.net) steht für einen Umsatz von 217,8 Millionen  - bei Gewinnen von 46,7 Millionen Euro. Die Rendite im Segment legte von 17,8 Prozent auf 21,4 Prozent zu.

Der Verkauf der restlichen Anteile (7 Prozent) an dem türkischen Sender Dogan TV an die Dogan-Holding im Mai spülte dem Konzern weitere 160 Millionen Euro in die Kasse. 

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