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Großbritannien
Streaming-Dienste überholen traditionelles Pay-TV

Bei den Abo-Zahlen liegen Netflix und Co bereits vorn. Besonders bitter für die Pay-TV-Anbieter: Erstmals geht der Gesamtumsatz zurück.

Text: W&V Redaktion

23. Juli 2018

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Erstmals übertraf die Gesamtzahl der Videostreaming-Abonnenten in Großbritannien im ersten Quartal dieses Jahres die der Abonnenten traditioneller Pay-TV-Angebote. So kommen Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime Video und Now TV auf insgesamt 15,4 Millionen Abonnenten, während die traditionellen Pay-TV-Anbieter wie Sky UK, Virgin TV und BT TV 15,1 Millionen Abonnenten verzeichnen. Dies geht aus der aktuellen "Media Nations"-Studie der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom hervor.

Für die Pay-TV-Sender wäre diese Entwicklung wohl nicht ganz so problematisch, da deren Umsätze – allein schon wegen der in der Regel erheblich höheren Abo-Gebühren – weiterhin deutlich über denen der Streaming-Konkurrenz liegen. Gäbe es da nicht noch eine weitere bittere Pille: Denn erstmals seit der Etablierung des Pay-TV in Großbritannien Ende der 90er-Jahre gingen die Gesamtumsätze der Pay-TV-Anbieter zurück – um 2,7 Prozent auf 6,4 Milliarden Pfund (7,15 Mrd. Euro). Die Umsätze der Streamingdienste legten dagegen um 25 Prozent auf 2,3 Milliarden Pfund (2,6 Mrd. Euro) zu.

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