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Umfrage von TV Digital
Streamingnutzern schmeckt Salamitaktik nicht

75 Prozent der Streamingnutzer wollen, dass alle Episoden einer Serienstaffel auf einmal veröffentlicht werden. Die große Mehrheit der User lehnt die Veröffentlichung lediglich einzelner Folgen pro Woche ab.

Text: W&V Redaktion

27. November 2020

Bei der Star-Wars-Serie "The Mandalorian" ist wöchentlich nur jeweils eine neue Folge zu sehen.
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Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine exklusive Umfrage der Zeitschrift "TV Digital" unter deutschen Streamingnutzern. Demnach wollen drei Viertel von ihnen, dass alle Episoden einer Serienstaffel auf einen Schlag veröffentlicht werden. Die repräsentative Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt.

Der Wunsch der Nutzer steht damit in krassem Widerspruch zum aktuellen Trend bei Streamingdiensten wie Disney+ und Amazon Prime Video. Diese stückeln immer häufiger die Veröffentlichung neuer Serienstaffeln. Disney+ zeigt von seinen Serien - so wie aktuell bei "The Mandalorian" - jeweils nur eine neue Folge pro Woche. Laut Umfrage sind aber nur neun Prozent der Streamingnutzer für eine solche Ausstrahlungsweise.

Amazon Prime Video veröffentlichte zuletzt von seiner Serie "The Boys" lediglich drei Folgen gleichzeitig. Danach wurde pro Woche eine neue Folge bereitgestellt. Auch dieses Modell wird laut Umfrage auf breiter Front abgelehnt: Gerade einmal zwölf Prozent der Befragten bevorzugen diesen Ausstrahlungsmodus.

Der Wunsch, eine komplette Staffel am Stück sehen zu können, ist altersabhängig. Fast 80 Prozent der 14- bis 29-Jährigen wollen alle Episoden gleichzeitig zur Verfügung gestellt bekommen. Bei den 51- bis 69-Jährigen sind es mit 68 Prozent deutlich weniger.

Für die Umfrage wurden im November insgesamt 1020 Menschen zwischen 14 und 69 Jahren online befragt. Jeder Befragte nutzt mindestens einen der vier Streaming-Anbieter Netflix, Amazon Prime Video, Sky Ticket und Disney+, und zwar mindestens einmal pro Woche.


Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.

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