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VoD-Auswertung von Goldmedia
"The Walking Dead" schlägt "Game of Thrones"

Die Deutschen Nutzer von Video-on-Demand küren "The Walking Dead" zur beliebtesten Serie 2018. Meistgehen: "The Big Bang Theory".

Text: W&V Redaktion

12. Februar 2019

"The Walking Dead", Staffel 9: Wer mit Zombies umgeht, muss erfinderisch sein (wie Anne alias Pollyanna McIntosh).
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Zombies stoßen Daenerys Targaryen und Jon Schnee vom Thron - allerdings hatten letztere 2018 keine neue Folgen vorzuweisen.

Goldmedia hat die meistgesehenen und die beliebtesten kostenpflichtigen Streaming-Serien 2018 ermittelt. Am beliebtesten war laut Befragung "The Walking Dead" (AMC) vor dem Vorjahressieger "Game of Thrones" (HBO), das im April mit der letzten Staffel auf Sendung geht. Dass die epische Dramaserie dennoch von den VoD-Nutzern auf Platz 2 gewählt wurde, zeigt deren enorme Fangemeinde.

Auf Platz 3 hinter dem wandelnden Toten und dem Spiel um Throne folgt die US-Sitcom "The Big Bang Theory" (Warner Bros.) und auf Platz 4 Amazons deutscher Exklusiv-Titel "Lucifer" (Warner Bros.; im Vorjahr Platz 6). Dies zeigen die Jahrescharts der Analyseplattform VoD-Ratings der Beratungs- und Forschungsgruppe Goldmedia, über die fortlaufend die Abrufe kostenpflichtiger VoD-Angebote in Deutschland und seit Januar 2019 auch in Großbritannien erfasst werden. Hinzu kommt eine repräsentative Befragung von VoD-Nutzern zu ihren Lieblingsserien und Neuentdeckungen im Jahr 2018 (Teilnehmer: 2292).

Sky konnte mit "Babylon Berlin" (Koproduktion mit ARD Degeto) im Jahr 2018 eine Top-Serie zu den beliebtesten Titeln der Deutschen beisteuern. Zugleich ist das die beliebteste deutsche Produktion in den Top Ten. Im Jahr 2017 zunächst im Pay-VoD nur bei Sky zu sehen, konnte der Krimi durch die nachfolgende Free-TV-Ausstrahlung (ARD) im Herbst 2018 zusätzlich an Popularität gewinnen. Die zweit- und drittbeliebtesten deutschen Titel sind die Berliner Gangsterserie "4 Blocks" (Turner, Wiedemann & Berg Television, Platz 33) und die Thrillerserie "Dark" (Platz 35).

Sowohl eine Befragung zu den beliebtesten Serien als auch eine Messung der meistgesehenen hat Goldmedia bereitgestellt. Die höchsten Zuschauerzahlen, so die Medienforscher von Goldmedia, erreichen häufig die Serien, die auf mehreren Plattformen und mit mehreren Staffeln laufen. Äußerst beliebt sind bei den Nutzern von Video-on-Demand (VoD) außerdem Exklusivproduktionen, allen voran die der führenden Streaminganbieter Amazon und Netflix.

So wird beispielsweise "The Big Bang Theory" (Warner Bros.) zwar am meisten geschaut, "The Walking Dead" aber ist beliebter bei den Zuschauern. Was auffällt: Auf den beiden führenden Plätzen hinsichtlich der Zuschauerzahlen landen damit zwei Serien, die auf fast allen größeren Streamingdiensten laufen. Dass auf den weiteren Rängen mit den Serien "Tote Mädchen lügen nicht" (Netflix, Paramount), "Haus des Geldes" und "Riverdale" gleich drei Netflix-Exklusiv-Titel folgen, zeigt, wie stark die Nutzung von Netflix im Jahr 2018 zugelegt hat.

Die meistgesehene Serie aus Deutschland ist "Pastewka" (Prime Video). Dabei handelt es sich bei den letzten beiden Staffeln (8 und 9) um Eigenproduktionen von Amazon, während die älteren Staffeln 1-7, die ebenfalls auf der Plattform verfügbar sind, zuerst im linearen Fernsehen auf Sat.1 ausgestrahlt wurden.

Die beliebtesten und meistgesehen Serien 2018 im VoD.

Die aufregendste Entdeckung war laut Befragung die spanische Serie "Haus des Geldes" (Netflix/Vancouver Media), die mit zwei Staffeln aus dem spanischen Fernsehen zu Netflix geholt worden war; die dritte Staffel wird vorbereitet. "Haus des Geldes" ist zugleich der höchste Neueinsteiger bei den Lieblingsserien.

Zu den deutschen Neuentdeckungen des Jahres gehören "4 Blocks" (Platz 10) auf Sky (2. Staffel exklusiv) und Amazon (1. Staffel), die Netflix-Eigenproduktion "Dark" (Platz 16), das Prime-Video-Original "Beat" (Hellinger/Doll Filmproduktion, Pantaleon Films, Warner Bros., Platz 17) und die Sky-Neuauflage von "Das Boot" (Bavaria Fiction, Sky, Platz 22).

Das Ranking der Top-Pay-VoD-Serien nach tatsächlichen Zuschauerzahlen (Bruttokontakte) zeigt die Bedeutung der Verbreitungskanäle. Zwar erreichen die beliebtesten VoD-Titel häufig auch hohe Abrufzahlen, dennoch spielt es eine große Rolle, auf welchen Plattformen die Titel verfügbar sind.

Mit den Goldmedia VoD-Ratings werden seit Januar 2017 Zuschauerzahlen für den deutschen Pay-VoD-Markt ermittelt. Methodisch fußt die Erhebung auf einer rollierenden Onlinebefragung mit bis zu 80.000 Befragten pro Jahr. Mit den VoD-Ratings existiert erstmals ein Analysetool für die Erhebung von Zuschauerzahlen kostenpflichtiger VoD-Angebote in Deutschland. Erfasst werden die Zuschauerzahlen als "Day-after-Recall". Seit 2019 bietet Goldmedia die VoD-Ratings auch für UK an.

Die Lieblingsserien und Neuentdeckungen der deutschen VoD-Nutzer wurden im Zeitraum Ende Dezember 2018 bis Mitte Januar 2019 (n=2292) ermittelt. Die Fragen waren: "Wenn Sie auf das Jahr 2018 zurückblicken, was war ihre Lieblingsserie?" und "Welche Serien haben Sie 2018 für sich neu entdeckt?". Die Online-Befragung ist repräsentativ nach Alter und Geschlecht für deutsche Onliner.

Goldmedia Goldmedia ist eine Beratungs- und Forschungsgruppe mit dem Fokus auf Medien, Entertainment und Telekommunikation. Standorte sind Berlin, Düsseldorf und München.

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