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Globale Studie
TV bevorzugt: Buffern vergrault Online-Video-Nutzer

Immer mehr schauen Videos online. Insgesamt wird jedoch klassisches TV am häufigsten konsumiert. Das liegt oft an Performance-Problemen der Online-Video-Services. 

Text: W&V Redaktion

5. Oktober 2018

Den TV-Bildschirm speisen inzwischen viele Quellen.
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Weltweit schauen Konsumenten mehr Online-Videos als jemals zuvor. Seit 2016 stieg die Durchschnittszeit um 58 Prozent auf 6 Stunden 45 Minuten pro Woche. Diese Daten wurden im "State of Online Video"-Report von Limelight Networks, einem US-Anbieter von Edge Cloud Services, veröffentlicht.

Die Studie hat ergeben, dass Zuschauer mit durchschnittlich 8 Stunden und 2 Minuten nach wie vor mehr Zeit damit verbringen, traditionelles Fernsehen zu sehen. Performance-Probleme von Online-Videos, wie beispielsweise Verzögerungen bei Live Events oder Buffern, sorgen weiterhin dafür, dass Zuschauer sich häufig lieber auf traditionelle Fernsehsender verlassen.

Allerdings gaben 60 Prozent der Befragten an, dass sie sich eher für Online-Übertragungen entscheiden würden, wenn es garantiert zu keinen Übertragungsverzögerungen kommt. Nach wie vor ist Buffern - das Zwischenspeichern von Daten bei Standbild - für Zuschauer das größte Ärgernis bei Online-Übertragungen. Zwei Drittel (66 Prozent) gaben an, ein Video nach zweimaligem Buffern nicht weiterzuschauen.Weitere Erkenntnisse des Reports sind unter anderem: 

Kabelfernsehen und Streamingdienste werden zusammen konsumiert 

Mehr als die Hälfte (59 Prozent) der weltweiten Konsumenten abonnieren mindestens einen Video on Demand Service (VOD). Nutzer von Kabelfernsehen komplementieren das traditionelle Fernsehprogramm durch Online-Video, ohne dieses zu ersetzen.

Sie bezahlen im Durchschnitt für 1,2 Streaming-Dienste, Zuschauer ohne einen Kabelanschluss für 0,7.

Millennials sind treibende Kraft beim Umschwung in Richtung Online-Video

Die befragte Altersgruppe zwischen 18 und 35 sieht gegenwärtig mehr Online-Videos als traditionelle Fernsehsender (die Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen konsumiert im Durchschnitt neun Stunden und 13 Minuten Online-Video und nur sechs Stunden elf Minuten traditionelles Fernsehen. 15 Prozent der jungen Millennials verbringen mehr als 20 Stunden pro Woche mit Online-Videos).

Kunden kündigen Dienste aufgrund von Preiserhöhungen

Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Konsumenten weltweit nennen Preiserhöhungen als Hauptgrund für die Kündigung eines SVOD-Services. Fast die Hälfte (46 Prozent) geben denselben Grund in Zusammenhang mit ihrem Kabelanschluss an.

Online-Video-Konsum variiert von Land zu Land erheblich 

Zuschauer auf den Philippinen schauen mit 8 Stunden, 46 Minuten pro Woche am meisten Online-Material, dicht gefolgt von Indien und den Vereinigten Staaten mit fast achteinhalb Stunden pro Woche. Deutschland ist mit 5 Stunden, 2 Minuten das Land mit der niedrigsten Online-Video-Zuschauerrate.

Der "State of Online Video"-Report basiert auf einer Umfrage unter 5000 Verbrauchern in Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Japan, den Philippinen, Singapur, Südkorea, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten. Die Befragten sind 18 Jahre und älter und konsumieren pro Woche mindestens eine Stunde Online-Video-Inhalte.

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