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Social-Media-Studie
Über diese Zeitungen spricht das Netz

Eine aktuelle Untersuchung zeigt, welche deutschen Tageszeitungen im Social Web am häufigsten diskutiert werden. Die Bild-Zeitung landet hinter Welt auf Platz zwei. 

Text: W&V Redaktion

14. Dezember 2018

Die Springer-Medien Bild und Welt werden in den sozialen Netzwerken am häufigsten diskutiert. Die SZ landet auf dem dritten Platz.
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Die Welt ist das Leitmedium aller deutschen Tageszeitungen im Social Web. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des Social-Media-Monitoring-Dienstleisters Vico Research & Consulting

Demnach wurde die überregionale Tageszeitung des Springer-Verlages in einem halben Jahr über eine Million Mal in den sozialen Medien erwähnt und somit rund 400.000 Mal häufiger als Springers Bild-Zeitung (683.059 Erwähnungen), die in dem Ranking den zweiten Platz belegt.

Auf dem dritten Rang folgt die Süddeutsche Zeitung, zu der sich die Social Web-Nutzer im selben Zeitraum 420.660 Mal geäußert haben.

Taz schlägt Faz: 50.000 Social Web-Erwähnungen mehr

Die Taz wurde während der Analyse 259.759 Mal diskutiert und belegt damit den vierten Rang der Untersuchung. Auf Platz fünf landet die FAZ (209.610 Erwähnungen), Platz sechs sichert sich das Handelsblatt (161.372 Erwähnungen) vor Neues Deutschland (79.859 Erwähnungen). Die Rheinische Post belegt als erste regionale Tageszeitung mit 45.350 Erwähnungen den achten Platz.

Am wenigsten Social-Media-Beiträge wurden während des Analysezeitraumes zu der größten Ulmer Regionalzeitung, Südwest Presse, verfasst (3.767 Erwähnungen). Damit wurde die Baden-Württemberger Tageszeitung am seltensten aller 22 analysierten Medien erwähnt. So verfassten die Social Web-Nutzer im Schnitt pro Tag mehr Beiträge über Die Welt als über die Südwest Presse während eines halben Jahres. 

Platz 21 sichert sich die Rhein-Zeitung mit 5633 Beiträgen, auf dem 20. Platz landet Die Rheinpfalz mit 7183 Beiträgen.

Europas meistverkaufte Tageszeitung nur auf Platz zwei 

Marc Trömel, Geschäftsführer von Vico Research & Consulting, kommentiert die Analyse: "Online-Journalismus ist für deutsche Verlagshäuser in den letzten Jahren immer wichtiger geworden und unsere Analyse zeigt eindeutig, dass insbesondere die Inhalte von Die Welt in den sozialen Medien viral gehen. Aus diesem Grund darf sich die Zeitung ab sofort zurecht Deutschlands Leitmedium im Social Web taufen."

"Es überrascht schon, dass Die Welt während des Untersuchungszeitraumes insgesamt fast doppelt so häufig in den sozialen Medien diskutiert wurde wie die Bild, obwohl diese Europas meistverkaufte Tageszeitung ist. Weniger überraschend ist natürlich, dass die analysierten regionalen Medien seltener in den sozialen Medien erwähnt wurden als die überregionalen Medien, da diese eine deutlich größere Leserschaft ansprechen."

3,04 Millionen öffentliche Beiträge wurden ausgewertet

Um die Anzahl an Erwähnungen deutscher Tageszeitungen in den sozialen Medien zu analysieren, haben die Social-Media-Analysten zwischen dem 21. Mai und dem 21. November rund 3,04 Millionen öffentliche Beiträge erfasst und ausgewertet. Die Beiträge stammen aus dem Mikroblog Twitter, sozialen Netzwerken wie Facebook oder Google+, Blogs, Foren, sowie Q&A-, Video- und Bild-Portalen.

Die Analyse geht nur auf die Quantität der Beiträge ein, nicht auf die Qualität dessen, was Redaktionen im Social Web posten. 

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