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Gegen Facebook
USA: Erste Agentur schließt sich Boykott an

Die Digitalagentur 360i ruft Werbekunden dazu auf, im Juli nicht bei Facebook zu buchen und folgt damit Bürgerrechtlern. Für Deutschland fordert Mediaberater Thomas Koch ähnliches.

Text: W&V Redaktion

19. Juni 2020

Mr. Media Thomas Koch findet: Deutsche Agenturen könnten lauter sein.
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In den USA protestiert jetzt auch die erste Agentur gegen Facebook. Die renommierte Digitalagentur 360i rief einem Bericht des Wall Street Journals zufolge Werbekunden dazu auf, die soziale Plattform zu boykottieren.

Bürgerrechtsgruppen haben jüngst Werbekunden in Amerika angehalten, im Juli nicht bei Facebook zu buchen. Der Grund: Das Netzwerk tue nicht genug gegen Hassreden und Fake-News auf seiner Plattform.

Facebook wehrt sich

Jedes soziale Netzwerk, so die Agentur 360i, müsse eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Hass fahren. Denn was geklickt wird, werde auch schnell relevant. Fehlinformationen und Hass verbreiteten sich so rasend schnell. 360i betreut Kunden wie Unilever, HBO und Absolut Vodka.

Carolyn Everson, Vizepräsidentin der Global Business Group bei Facebook, verteidigte sich und sagte, das Unternehmen spreche bereits mit Vermarktern und Bürgerrechtsorganisationen darüber, wie man gemeinsam gegen Hass und Rassimus vorgehen könne.

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Thomas Koch wünscht sich mehr Mut

Facebook hat vor wenigen Stunden Teile von Trumps Wahlkampagne von der Plattform genommen, weil sie mit Symbolen arbeiteten, die an die Kennzeichnung politischer Gefangener in den Konzentrationslagern der Nazis erinnerten. (Siehe hier ein Bericht mit Bild des Standard dazu) Die Posts hätten Regeln gegen die Verbreitung von "organisiertem Hass" widersprochen, erklärte ein Facebook-Sprecher am Donnerstag.

In Deutschland gibt es noch keine Initiative, Facebook zu boykottieren. Der Mediaberater Thomas Koch, tk-one, fordert genau das. In einem Tweet schreibt er: "Und jetzt bitte auch eine starke Stimme aus der deutschen Agenturszene. Neulich beim Pitch lehnte es eine Mediaagentur ab, Facebook zu empfehlen. Sagt es doch mal laut." Hier der Tweet:


Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine.

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