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Verkauf
Verlagsgruppe Passau stößt Polen-Geschäft ab

Die Verlagsgruppe Passau konzentriert sich in Zukunft auf ihre Aktivitäten in Deutschland. Sie gab bekannt, dass sie ihr Geschäft in Polen an den Mineralölkonzern PKN Orlen für eine nicht genannte Summe verkauft.

Text: W&V Redaktion

7. Dezember 2020

Daniel Obajtek, Chef des PKN Orlen.
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Die Verlagsgruppe Passau trennt sich von ihrem Verlagsgeschäft in Polen. Ein Vertrag über den Verkauf von 100 Prozent der Anteile an der Gruppe Polska Press sei am Montag mit dem Mineralölkonzern PKN Orlen unterzeichnet worden, berichtete die zur Verlagsgruppe gehörende "Passauer Neue Presse". Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt. Der Verkauf muss noch von Kartellbehörden genehmigt werden.

Der Mineralkonzern teilte den Deal ebenfalls mit. "Wir übernehmen den Verlag Polska Press", verbreitete der Vorstandsvorsitzende des Mineralölkonzerns PKN Orlen, Daniel Obajtek, in einem per Twitter veröffentlichten Video. Die Übernahme umfasse 20 von 24 in Polen herausgegebene Regionalzeitungen und rund 120 regionale Wochenzeitschriften, außerdem 500 Online-Portale. "Dank der Transaktion bekommen wir Zugang zu 17,4 Millionen Nutzern dieser Portale", so Obajtek weiter. Der Mineralölkonzern, an dem der polnische Staat 27,5 Prozent Anteile hält, will damit seine Aktivitäten im Medienbereich ausbauen.

Der für Polen verantwortliche geschäftsführende Gesellschafter der Verlagsgruppe in Passau, Alexander Diekmann, sagte der Zeitung zufolge: "Die Verlagsgruppe Passau hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten eines der größten Medienunternehmen in Polen aufgebaut. Wir haben uns nun aber aus strategischen Gründen für den Verkauf unserer polnischen Aktivitäten entschlossen." Die Transaktion ermögliche, in Deutschland weiter zu wachsen. Neben der "Passauer Neuen Presse" gehört auch der "Donaukurier" zur Verlagsgruppe.

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