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Corona-Jahr 2020
Verleger: Schub bei digitalen Bezahlangeboten

Zeitschriftenverleger haben im Corona-Jahr 2020 einen starken Schub bei digitalen Bezahlangeboten verzeichnet - die Negativ-Effekte der Pandemie haben den Branchenumsatz insgesamt aber gedrückt.

Text: W&V Redaktion

27. April 2021

Die Visits auf den Webseiten kletterten um fast 4 Milliarden auf 21 Milliarden.
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Zeitschriftenverleger konnten im Corona-Jahr 2020 einen starken Schub bei digitalen Bezahlangeboten verzeichnen: Die Gesamterlöse gingen von 20,2 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf 18,8 Milliarden Euro zurück, wie der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) am Dienstag in Berlin mitteilte. Vor allem das ausgebliebene Konferenzgeschäft (minus 77 Prozent) und Rückgänge im Anzeigenmarkt führten demnach zu diesem Ergebnis.

Im Bereich Bezahlangebote im Digitalen gab es hingegen eine viel stärkere Nachfrage als im Vorjahr: Die E-Paper-Auflage der Publikumstitel stieg den Angaben zufolge um fast 6 Millionen auf 37,3 Millionen Ausgaben. Die Visits auf den Webseiten kletterten um fast 4 Milliarden auf 21 Milliarden. Der Paid-Content-Umsatz mit E-Papern und Bezahlschranken-Modellen ging um 44 Prozent auf rund 200 Millionen Euro nach oben.

"Die Corona-Krise legt die Sollbruchstellen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft offen. Es wurde im Corona-Jahr deutlich, dass die 360°-Versorgung der Lesermärkte über alle Verbreitungswege und die breit gefächerten Print- und Digitalmodelle der Zeitschriftenmedien zur Refinanzierung der Inhalte und Services funktionieren", sagt VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer.

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