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Großbritannien
Verluste bei Shortlist Media haben sich verdoppelt

Der britische Verlag, bekannt vor allem für seine Gratismagazine, steckt mitten in einem Transformationsprozess. Dies erhöht erstmal die Kosten.

Text: W&V Redaktion

7. Januar 2019

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Der britische Verlag Shortlist Media musste im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust vor Steuern in Höhe von 8,6 Millionen Pfund (9,6 Mio. Euro) hinnehmen – eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahresergebnis. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum geringfügig auf 22,9 Millionen Pfund (25,6 Mio. Euro). Dies meldet der Verlag in seinem "Strategic Report" für den Zeitraum bis Ende März 2018.

Seit Kurzem firmiert Shortlist Media unter dem neuen Namen Stylist Group, nachdem der Verlag sein bisheriges Flaggschiffmagazin Shortlist eingestellt hat (W&V Online berichtete). Das wöchentliche Gratis-Lifestyle-Blatt mit einer verteilten Auflage von 503.000 Exemplaren war die mit Abstand auflagenstärkste Männerzeitschrift in Großbritannien.

Der Schwerpunkt der Verlagsaktivitäten soll künftig im Markt der Frauenzeitschriften liegen. Das Shortlist-Schwestermagazin Stylist, ebenfalls ein Gratistitel, kommt laut Auflagenkontrolleur ABC auf eine verteilte Auflage von knapp über 400.000 Exemplaren.

Umbauprozess lässt die Kosten steigen

Wie es in dem Verlagsbericht weiter heißt, werde das Unternehmen seine langfristige Transformationsstrategie fortsetzen. Um sich vom Print-Geschäft unabhängiger zu machen, liege der Fokus künftig vor allem auf Erlösen aus dem Multi-Plattform-Bereich. Der gestiegene Verlust im vergangenen Geschäftsjahr wird so auch auf Investitionen im Zusammenhang mit dem Umbau des Unternehmens zurückgeführt.

Im Zuge der Diversifizierung setze der Verlag verstärkt auf Live-Events sowie auf Erlöse durch Ticket-Verkäufe und die Zusammenarbeit mit Markenartiklern. Der Verlag erwartet, dass die Erlöse aus dem Digitalbereich in den nächsten drei Jahren die aus dem Print-Bereich übertreffen werden.

Die Stylist Group ist ein Tochterunternehmen des schottischen Medienkonzerns DC Thomson mit Sitz in Dundee, der den Verlag 2015 übernommen hatte.

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