Anzeige

Marktforschung
Video on Demand wird zum Werbeumfeld

Kostenpflichtige Video-on-Demand-Angebote werden immer mehr Geld mit Werbung verdienen, prognostiert der britische Marktforscher WARC.

Text: W&V Redaktion

25. Oktober 2018

Werbung in Video-on-Demand-Umfeldern wie Sky wird kräftig wachsen, progonostiziert der Marktforscher WARC.
Anzeige

Werbefinanzierte Online-Video-Angebote werden in den kommenden fünf Jahren weltweit rapide wachsen. Laut einer Prognose des britischen Marktforschers WARC werden Streaming-Anbieter bis 2023 weltweit 129,3 Mrd Dollar einnehmen. Mehr als ein Drittel der Einnahmen werden diese Unternehmen dabei mit Werbung verdienen.

Der Marktforscher hat sich für seine Prognose die so genannten Over-the-Top-Anbieter (OTT) angeschaut. Dies sind meist kostenpflichtige Streaming-Angebote wie Amazon Prime, Netflix oder auch Zattoo, die ihre Inhalte über Internet verbreiten, ohne das Service-Provider direkt involviert sind.

China wird größter AVOD-Markt

Obwohl die großen Streaming-Player Amazon und Netflix bislang keine Werbeflächen vermarkten, sehen die WARC-Analysten im werbefinanzierten Video-on-Demand-Geschäft den größten Wachstumstreiber. Diese so genannten AVOD-Umsätze werden sich bis 2023 auf 47 Mrd. Dollar nahezu verdoppeln, so die Prognose. Profitieren würden davon Anbieter wie Hulu, HBO Now oder Sony’s Crackle, so die WARC-Studie. In Deutschland zeigt der Bezahl-Sender Sky auch Werbung auf seinen digitalen Video-on-Demand-Angeboten wie Sky Go.

Eine besondere Rolle spielt dabei der chinesische Markt. Das bevölkerungsstärkste Land der Welt werde die USA bereits in diesem Jahr als größter AVOD-Markt ablösen. Dort werden Werbetreibende 2018 rund acht Mrd. Dollar in Video-on-Demand-Umfelder investieren, erwarten die WARC-Forscher. In den USA seien es 7,9 Mrd. Dollar.

"Der unersättliche Appetit der Verbraucher auf Videoinhalte überall und auf jedem Gerät wird von SVOD-Diensten wie Netflix angetrieben“, sagt WARC-Experte James McDonald. „Aber es sind die AVOD-Plattformen, die den Werbetreibenden viele Möglichkeit bieten“. Er rechne deshalb damit, dass auch Anbieter wie AT&T und Amazon 2019 ebenfalls Werbeplätze in ihren Video-on-Demand-Angeboten anbieten werden.

Anzeige