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Neun-Monats-Zahlen
Wachstumsschub für ProSiebenSat.1

Fast 20 Prozent Plus für ProSiebenSat.1: Das ist die Bilanz nach drei Quartalen. Die positive Entwicklung betrifft nicht nur das Werbegeschäft, sondern auch Dating und E-Commerce. Die Prognose steigt.

Text: W&V Redaktion

4. November 2021

ProSiebenSat.1 erhöht erneut seine Gesamtjahresziele.
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Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 blickt nach einem erfolgreichen Quartal noch optimistischer auf das Gesamtjahr. Der Umsatz dürfte 2021 bei 4,45 bis 4,55 Milliarden Euro liegen, teilte das Unternehmen mit. Zuvor hatte der Konzern mit 4,4 bis 4,5 Milliarden Euro gerechnet. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll nun bei
830 bis 850 Millionen Euro liegen. Zuvor hatte die Prognose bei 800 bis 840 Millionen Euro gelegen.

Im dritten Quartal war der Umsatz dank eines kräftig gestiegenen Werbegeschäfts um 15 Prozent auf 1,055 Milliarden Euro gestiegen. Das Werbegeschäft habe sich nach den Einflüssen der Covid-19-Pandemie noch stärker als erwartet verbessert, hieß es weiter. In allen Segmenten hätten die Erlöse über dem Vor-Corona-Niveau gelegen. Das bereinigte Ebitda legte um neun Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 162 Millionen Euro zu. Unter dem Strich blieben 73 Millionen Euro hängen, ein Plus von sechs Prozent.

Rainer Beaujean, Vorstandssprecher der ProSiebenSat.1 Media SE: "Wir haben zum zweiten Mal in Folge einen Rekord-Quartalsumsatz verbucht und unsere Profitabilität auf Jahressicht deutlich verbessert – das Ergebnis unserer erfolgreichen Strategie. Unsere Entertainment-Werbeerlöse in der DACH-Region lagen sogar auf dem höchsten Wert in einem dritten Quartal überhaupt. Das unterstreicht erneut die Stärke und Zukunftsfähigkeit unseres Mediums. Gleichzeitig belegt unsere gute Performance über die Gruppe hinweg, dass alle Zeichen auch künftig auf Wachstum stehen. Deshalb haben wir unsere Gesamtjahresziele erneut angehoben."

Die einzelnen Segmente im Überblick

Während Entertainment und Dating zahlenmäßig zulegten, konnte sich der Bereich E-Commerce stabil halten.

Das Segment Entertainment wuchs im dritten Quartal 2021 um 15 Prozent auf 728 Mio Euro (Vorjahr: 633 Mio Euro). Nach einem Plus im zweiten Quartal verbesserte sich der Werbemarkt weiter, insbesondere in der DACH-Region, sodass die Werbeerlöse im Entertainment-Segment im dritten Quartal 2021 um 18 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen. Die Umsätze aus Programmproduktion und -verkauf haben gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent zugenommen. In der Neunmonatsperiode verzeichnete der Außenumsatz des Entertainment-Segments aufgrund der starken Entwicklung im zweiten und dritten Quartal ein Wachstum von 17 Prozent auf 2.075 Mio Euro (Vorjahr: 1.772 Mio Euro). Sowohl im dritten Quartal als auch auf Neunmonatssicht ist ProSiebenSat.1 dabei weiter die Nummer 1 im deutschen TV-Markt. Im deutschen TV-Werbemarkt ist die Gruppe mit einem Anteil von 38,7 Prozent Marktführer (9M: 36,9 %), im Zuschauermarkt (14- bis 49-Jährige) mit 24,7 Prozent (9M: 25,1 %).

Das Segment Dating erwirtschaftete im dritten Quartal 2021 einen Außenumsatz von 129 Mio Euro und damit 44 Mio Euro mehr als im Vorjahresquartal (Vorjahr: 84 Mio Euro). Dieser Anstieg ist geprägt von der Übernahme der The Meet Group, die seit September 2020 das Dating-Portfolio synergetisch ergänzt. Zwischen Januar und September dieses Jahres hat sich der Segmentumsatz verdoppelt und stieg auf 409 Mio Euro (Vorjahr: 201 Mio Euro).

In etwa auf Vorjahresniveau befindet sich der Umsatz im Segment Commerce & Ventures (198 Mio Euro; Vorjahr: 204 Mio Euro) – trotz Veräußerung und Entkonsolidierung des OTC-Anbieters WindStar Medical im Dezember 2020. Organisch wuchs das Segment deutlich um 15 Prozent und profitierte von einer positiven Entwicklung in allen Bereichen. Am stärksten hat dazu der Online-Beauty-Anbieter Flaconi beigetragen.

Welche Überraschungen ProSieben-Sat.1-Chef Daniel Rosemann für 2022 im Köcher hat, lesen Sie hier im exklusiven W&V-Interview.

am/mit dpa


Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 

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