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Videostreaming-Markt
Warner Media veröffentlicht ersten Teaser für HBO Max

Im Fokus stehen Highlights aus der umfangreichen Film- und TV-Bibliothek des US-Konzerns. Das Motto: "Where HBO meets so much more". Weitere Marketing-Aktivitäten dürften in Kürze folgen.

Text: W&V Redaktion

19. Februar 2020

Der neue Streamingdienst bietet unter anderem sämtliche Staffeln der Serie "Friends".
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Ohne dies groß zu kommunizieren hat der amerikanische Entertainment-Konzern Warner Media einen ersten Teaser für seinen geplanten Videostreamingdienst HBO Max veröffentlicht. Der Launch in den USA ist für Mai angesetzt, die Abo-Gebühr liegt bei 14,99 Dollar pro Monat – der gleiche Preis wie ein Abonnement des Premium-Pay-TV-Kanals HBO. Damit ist HBO Max teurer als die Standard-Version von Netflix mit 13 Dollar und deutlich teurer als Disney+ mit 7 Dollar und Hulu mit 6 Dollar pro Monat.

In dem 30-Sekunden-Spot präsentiert Warner allerdings keine Sequenzen aus den angekündigten Eigenproduktionen, die speziell für den Launch des Streamingdienstes produziert wurden oder werden, wie etwa ein Revival der Jugendserie "Gossip Girl" oder die dritte Staffel der Comedyserie "Search Party".

Vielmehr besteht der Teaser aus kurzen Clips beliebter Serien und Filme aus der umfangreichen Bibliothek des Konzerns, so etwa aus "Friends", "The Big Bang Theory" oder "The Matrix". Zudem gibt es zu Beginn eine kurze Szene, in der Bran Stark aus der weltweiten Erfolgsserie "Game of Thrones" die Augen öffnet. Die Aussage des Spots: Erstmals bringe der neue Service "die Charaktere", "die Momente" und "die Welten" an einen Ort zusammen. Als Motto des neuen Angebots folgt daraus "Where HBO meets so much more". Hier der Spot:

Größere Marketing-Aktivitäten dürften in den kommenden Wochen folgen. Bis 2025 will Warner Media, das seit Mitte 2018 zum amerikanischen Telko-Konzern AT&T gehört, in den USA etwa 50 Millionen Abonnenten für HBO Max gewinnen und weitere 25 bis 40 Millionen in Europa und Lateinamerika. Für den Launch in Europa gibt es noch keinen konkreten Termin, erwartet wird allerdings, dass er spätestens 2021 erfolgt.


Autor: Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.

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