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Media 5
WDR holt Agentur für Krisen-PR

Media 5 berät den Sender in den kommenden zwei Jahren. Dabei geht es auch um die erwartete Kritik an den steigenden Rundfunkgebühren.

Text: W&V Redaktion

6. Januar 2020

WDR-Intendant Tom Buhrow löst als ARD-Vorsitzender den Intendanten des Bayerischen Rundfunks ab.
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Der Westdeutsche Rundfunk hat 2020 und 2021 den Vorsitz in der ARD inne und hat dafür jetzt eine PR-Agentur verpflichtet. In Zusammenhang mit dem ARD-Vorsitz sei in den nächsten zwei Jahren mit umfangreichen zusätzlichen Kommunikationsmaßnahmen zu rechnen, teilte eine WDR-Sprecherin am Samstag mit, ohne ins Detail zu gehen.

Der Verwaltungsrat des WDR habe deshalb schon im Juni 2019 beschlossen, eine Kommunikationsagentur einzubinden. Nach einer öffentlichen europaweiten Ausschreibung habe die Agentur Media 5 aus München im Herbst 2019 den Zuschlag bekommen. Der abgeschlossene Vertrag unterliege der Vertraulichkeit: Was genau WDR und Media 5 vorhaben, bleibt also erstmal geheim.

Experten für Krisen-PR

Zuvor hatte die Welt am Sonntag berichtet, dass der WDR der erwarteten Erhöhung des Rundfunkbeitrags wegen mit einer "kritischen Berichterstattung" rechne und deshalb eine PR-Agentur gesucht habe. Media 5 versteht sich als Marketing- und PR-Agentur, kennt sich aber offenbar auch in der Krisenkommunikation aus. Wegen eines Feiertags in Bayern war die Agentur selbst am Montag, 6. Januar, nicht zu sprechen.

Unklar bleibt die Höhe des Honorars. "Kolportiert wird ein Budget oberhalb einer halben Million Euro", schreibt die Welt am Sonntag. (dpa/cob)


Autor: W&V Redaktion

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