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Bayerischer Printpreis
Wie Verlage erfolgreich junge Menschen erobern

Aufbruchstimmung im Printlager: Die Sieger des Bayerischen Printpreises beweisen, wie gute Ideen bei Jugendlichen und Familien funktionieren: Straubinger Tagblatt, SZ Familie, Passavia und Flyeralarm.

Text: W&V Redaktion

25. Oktober 2018

So sehen Sieger aus!
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Mit einem typischen Welte begann der Abend im Schloss Nymphenburg in München. Der Verlagsvorstand von Hubert Burda Media zeigt sich in seiner Keynote kämpferisch. Philipp Welte, bekennender Bayern-Fan, zog einen Bogen von Bayern Münchens präsidialen Verfehlungen gegenüber den Medien, über Donald Trumps Lügenrekorde (bis zu 127 Lügen pro Tag), bis hin zum Demokratie-stabilisierenden Auftrag der Medien. „Nichts Großes in der Welt geschieht ohne Leidenschaft!“, zitierte Welte den Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel, „diese Leidenschaft habe ich für unsere Zukunft – und das aus der tiefen Überzeugung heraus, dass diese wunderbare Demokratie, in der wir leben dürfen, unsere journalistische und verlegerische Arbeit braucht, um frei zu bleiben.“

Kategorie Zeitung:

Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung

Ein Blatt aus Niederbayern, das sich die jungen Menschen vorgeknüpft hat, wurde Sieger in der Kategorie Zeitung. Die Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung hat sich unter dem Namen "Freistunde" ein ganze Potpourri an Print!-Produkten ausgedacht, das die Jugend anspricht. Freitags mit einer mutigen Beilage, die von jungen Menschen gemacht wird, zudem hat der Verlag mal flippige Texte eines Poetry Slams als Zeitschrift gedruckt, mal ein Ausbildungsmagazin, das bis hin zu Gehaltsperspektiven aufklärte. Dass "Freigeist" Aktionen wie Frei-Eis für alle durchführte und die Inhalte über alle sozialen Kanäle begleitet, ist selbstredend. Laudatorin Julia Becker, Gesellschafterin und Aufsichtsratsvorsitzende der Funke Mediengruppe ehrte den Preisträger.

Kategorie Zeitschrift:

Süddeutsche Zeitung Familie

Allein die technische Finesse ist ein Novum: Man entferne die Flappe vom Cover und erhalte, Hex-Hex, zwei Zeitschriften, eine für die Kids, eine für die Eltern. „Süddeutsche Zeitung Familie ist eine herausragende neue Zeitschrift und die innovativste Form mit dem Thema Familie umzugehen seit 20 Jahren“, zitierte Laudatorin Béatrice Guillaume-Grabisch, Vorstandsvorsitzende von Nestlé Deutschland, aus der Jurybegründung. SZ Familie mache Spaß und wecke die Lust aufs Lesen – und das bei der ganzen Familie.

Kategorie Druck

Passavia Druckservice

Ein Fotobuch, aufwendigst produziert, holte die Trophäe, Siegesgöttin Nike aus Porzellan. "Dimensioning Photography von Hubertus Hamm" heißt das Werk, das einen mutigen Mix aus Papieren und Effekten wagt. „Das Fotobuch zeigt auf herausragende Weise die Leistungsfähigkeit des modernen, innovativen Drucks“, begründete die Jury die Auszeichnung.

Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten

Auch wenn sich Ministerpräsident Markus Söder kurzfristig entschuldigen musste, ja, da war doch was von Koalitionsverhandlungen und so, so überreichte in seinem Namen Bayerns Medienminister Georg Eisenreich den diesjährigen Ehrenpreis an Thorsten Fischer, den Gründer, Eigentümer und CEO von Flyeralarm. Begründung: „In gerade einmal 16 Jahren hat Thorsten Fischer mit innovativen Ideen eine der führenden Online-Druckereien Europas aufgebaut. Sein unternehmerisches Handeln ist von Mut, Leidenschaft, Kreativität und Zielstrebigkeit geprägt. Thorsten Fischer hat ‚online mit Print‘ verbunden und konsequent alle Geschäftsprozesse des Druckgeschäfts digitalisiert."

Hinter dem Bayerischen Printpreis stecken der Verband der Zeitschriftenverlage (VZB), der Verband Bayerischer Zeitungsverleger (VBZV), der Verband Druck und Medien Bayern (VDMB). Gefördert wird er durch die Bayerische Staatsregierung. Rund 350 Besucher waren in das Schloss Nymphenburg gekommen, um im Hubertussaal zu feiern.

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