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Deutsch-britischer Schulterschluss
ZDF und BBC vereinbaren intensivere Zusammenarbeit

Die beiden Sendeanstalten kooperieren künftig noch stärker als bisher bei der Konzeption und Produktion von Filmen und Serien.

Text: W&V Redaktion

18. April 2019

"Death in Paradise": Die ZDF/BBC-Serie bekommt weitere Produktionen zur Seite gestellt.
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Brexit hin, Brexit her: Das ZDF baut seine langjährige Zusammenarbeit mit der britischen BBC aus. Das Zweite hat jetzt eine umfassende strategische Partnerschaft mit den BBC Studios, der Produktions- und Distributionstochter der BBC, angekündigt. Die Vereinbarung sichert der ZDF-Familie außerdem umfangreichen Zugang zu den Programmen von BBC Studios auf dem deutschen Markt.

Die Partnerschaft betrifft sowohl den fiktionalen als auch den non-fiktionalen Bereich. Die beiden Häuser werden im Rahmen der Zusammenarbeit gemeinsam neue Konzepte und Stoffe entwickeln sowie Produktionen umsetzen.

Mehr Dokus, neue Krimis

Einige neue Projekte sind bereits in Arbeit: Neben mehreren Filmproduktionen ist die Fortführung der "Planet"-Reihe geplant, bei der ZDF und BBC bereits seit Jahren kooperieren. Bereits im Herbst wird das ZDF die jüngste Folge ausstrahlen, "Planet Earth – Seven Worlds".

Ebenfalls in Arbeit ist die Krimiserie "The Mallorca Files", die voraussichtlich bei ZDF Neo laufen wird. Auf diesem Sender haben auch die Serien "Death in Paradise" und "Silent Witness" hierzulande bereits ein Zuhause gefunden.

Gemeinsam gegen Netflix & Co.

Dass ZDF und BBC näher zusammenrücken, liegt natürlich auch an der wachsenden Konkurrenz aus dem Streaming-Bereich. "ZDF und BBC eint der Anspruch, über alle Genres hinweg höchste Qualität anbieten zu können. Die nun geschlossene umfangreiche Vereinbarung stärkt die Position beider Partner im zunehmend harten Wettbewerb – gerade in Anbetracht der begrenzten finanziellen Mittel", so ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler.

Bei der BBC sieht man das ähnlich: "Weltweite Hitserien wie 'Planet Earth II' hätten wir ohne internationale Partner wie das ZDF nicht realisieren können", so Paul Dempsey, Generaldirektor Global Markets, BBC Studios.

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