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Kampagne
Zwei Zeitungen klären über Demenz auf

Tagesspiegel und Berliner Woche veröffentlichen im Rahmen einer Kampagne der Berliner Malteser ungewöhnliche Seiten.

Text: W&V Redaktion

5. November 2018

Tagesspiegel-Seite: Wie es sich anfühlt, wenn Informationen nicht mehr durchdringen.
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Demenz ist längst zu einer Volkskrankheit geworden. Die Berliner Malteser starten jetzt zu diesem Thema eine Aufklärungskampagne, die sich insbesondere um  die gesellschaftliche Bedeutung von Demenzarbeit dreht.

Dafür hat sich die Organisation mit zwei Zeitungen zusammengetan: Die Blätter Tagesspiegel und Berliner Woche veröffentlichen im Rahmen des Auftritts, der von der Berliner Werbeagentur Strachwitz & Gerhard entwickelt wurde, besondere Zeitungsseiten.

Alles zerfließt

Im Tagesspiegel erscheint am 6. und 9. November die Seite 3 des Lokalteils mit einer sich auflösenden, in die Unleserlichkeit zerfließenden Text-Optik. Am  7. November werden die 1,4 Millionen Empfänger der Berliner Woche eine Titelseite sehen, deren Foto und Text verschwimmen.

Der Tagesspiegel hat sich dabei nach eigenen Angaben erstmals auf die Idee eingelassen, eine redaktionell anmutende Seite als Anzeigenmotiv zu gestatten. Und wohl auch nur, weil es sich beim Thema Demenz um eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung handelt.

Entwurf: So könnte die Titelseite der Berliner Woche am 7. November aussehen

Die Botschaft hinter den Anzeigen: Mit Demenz geht mehr als Information verloren. "Ein Kennzeichen von Demenz ist, dass Betroffene irgendwann nicht mehr in der Lage sind, Texte zu verstehen und neues Wissen zu speichern. So gehen Informationen verloren – aber eben nicht nur das", so Henric Maes, Diözesangeschäftsführer der Berliner Malteser.

Die Malteser wollen mit der Kampagne, die von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung gefördert wird, zugleich dafür werben, sich als ehrenamtliche Demenzbegleiter zu engagieren oder die Arbeit mit Spenden zu unterstützen. Und das tut not: In Berlin leiden nach Angaben der Organisation 60.000 Berliner und Berlinerinnen unter Demenz; gleichzeitig gibt es nur rund 1500 Demenzbegleiter, die den Betroffenen zur Seite stehen.

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