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Hörtipp der Woche
"Die Mafiaprinzessin": Paid Content, der sein Geld wert ist

Mit einer akribisch recherchierten Audio-Doku punktet die "Süddeutsche Zeitung" bei den Podcasts und weitet hier ihr Angebot aus. Das Paid-Content-Format ist sein Geld wert und lockt neue Abonnent:innen. 

Text: W&V Redaktion

14. Juli 2021

Mit der Audio-Doku "Die Mafiaprinzessin" liefert die "Süddeutsche Zeitung" hochwertigen Paid Content.
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Wie bekommt man die Leser:innen dazu, für guten und genau recherchierten Journalismus zu bezahlen? Diese Frage stellen sich derzeit alle Medienhäuser. Und alle stehen vor dem Problem, dass die Leser:innen einst gelernt haben, dass es alle Informationen frei im Internet gibt. Und jetzt umerzogen werden müssen.

Am besten funktioniert das nach wie vor mit dem Anreiz, hochwertigen Content, der eigens recherchiert und für den viel Arbeit von der Seite der Macher:innen investiert wurde, zu Geld zu machen. Die "Süddeutsche Zeitung" geht diesen Schritt mit ihrem Podcast "Die Mafiaprinzessin". Die Audio-Doku rollt nicht nur einen spektakulären Gerichtsfall auf. Sie lässt die beiden Redakteure der "SZ" zu Wort kommen, die erst von der Protagonistin um Hilfe gebeten werden und sich später im Verlauf der Geschichte mitten in dem kuriosen Fall wiederfinden.

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Ganz bewusst stehen die beiden Journalisten Till Wagner und Patrick Bauer im Mittelpunkt des Podcasts und erzählen die Geschichte aus ihrer Perspektive. Dabei lösen sie jegliche journalistische Distanz und Objektivität auf. Aber in diesem Fall ist das nicht nur gewollt, sondern fast ein Muss. Denn die beiden werden Teil der Geschichte, die sie ursprünglich nur recherchieren wollten. Und genau das macht die sieben Folgen so aufregend.

Für die Produktion und Distribution hat sich die "SZ" Unterstützung bei Fyeo geholt. Das mag für Eingeweihte absurd klingen, hat Fyeo doch soeben seine Abkehr vom Paid-Content-Modell verkündet. Doch als "Die Mafiaprinzessin" entstand, war das noch nicht klar. Und auch wenn für Fyeo die Sache mit den Bezahlinhalten nicht funktioniert - schließlich setzt das Unternehmen künftig noch stärker auf Reichweite und Werbeeinnahmen - für die SZ kann die Strategie aufgehen. Denn Inhalte wie "Die Mafiaprinzessin" sind jeden Cent wert. 


Autor: Lena Herrmann

schreibt als Redakteurin für das Marketingressort der W&V unter anderem über Sportmarken und Reisethemen. Beides beschäftigt sie auch in ihrer Freizeit. Dann besteigt sie Berge, fährt mit dem Wohnmobil durch Neuseeland und Kanada, wandert durch Weinregionen oder sucht nach der perfekten Kletterlinie.

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