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Voicemarketing
App Fatigue & Co.: 5 Gründe, warum Voice das Interface der Zukunft ist

Voice ist das next big Thing, das ist inzwischen bekannt. Jetzt wird es Zeit, auch abzuliefern! Tim Kahle, Mitgründer von 169 Labs in München, einer der ersten Voice-Assistant-Agenturen Deutschlands, hat 5 Gründe für uns aufgelistet, warum Voice die nächste große technologische Disruption ist und damit zum Interface der Zukunft wird.

Text: W&V Redaktion

1. August 2018

Tim Kahle
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In Sachen Voice-Technologie geht es nicht nur um Sprache – mittlerweile wird auch überall darüber gesprochen. “Voice is going to be the next big thing!” oder “Voice Assistants are here to stay!” sind häufig zitierte Visionen und werden nur allzu gern retweetet. Es ist langsam an der Zeit auch abzuliefern. Hier sind 5 Gründe, warum Voice die nächste große technologische Disruption ist und damit zum Interface der Zukunft wird.

1. Geschwindigkeit der Ein- und Ausgabe Das Internet bietet Lifehacks und Selbstoptimierungstipps in Hülle und Fülle. Einer der meist gefragtesten ist: Wie kann ich mit weniger Aufwand mehr schaffen? “Nutze Deine Stimme” könnte eine Antwort sein, denn wir können ohne Probleme rund dreimal mehr Wörter pro Minute sagen als tippen. Wenn es also um Effizienzsteigerung geht, kann Voice einen echter Zugewinn sein. Um herauszufinden, welcher der erfolgreichste Film aller Zeiten war, muss ich nicht mal mehr von meiner Couch aufstehen oder gar mein Smartphone zücken. Ich frage einfach Alexa. Ebenso, wenn ich mit den Händen im Teig steckend in der Küche stehe und den nächsten Schritt des New York Cheesecake Rezepts erfahren will. Es dreht sich immer um den Kontext – und im passenden Kontext, können wir mit Hilfe des Sprachassistenten unsere Wünsche schneller, einfacher und bequemer erfüllen lassen. 

2. Zugang Durch die Kampfpreise der smarten Lautsprecher erobern Alexa und Google Home aktuell unsere Wohnzimmer und Küchen. Die Niederschwelligkeit dieser Wunderdosen halten von heute auf morgen tausende Funktionen für mich bereit. Im Vergleich zu beispielsweise Virtual Reality bestätigt das den sehr einfachen Zugang zur Technologie. Die Zahlen zur Marktdurchdringung untermauern diese Aussage. Mit Technik-Kenntnissen, die nahezu gegen Null gehen, lassen sich Sprachassistenten bedienen. Das bemerkenswerte daran ist, dass wir auf diese Art völlig neue Zielgruppen erschließen können, die wir bislang weniger gut erreicht haben: Ältere Menschen zum Beispiel, die unter Umständen in ihrem Leben nur mit dem Radio und dem Farbfernsehen technologischen Herausforderungen entgegen geblickt haben. Kommunikation per Sprache haben wir alle gelernt. Ganz natürlich.

3. App Fatigue App Fatigue ist kein französisches Modelabel, sondern bezeichnet den Überfluss an Apps, die unsere Smartphones zumüllen. Daraus hat sich eine Müdigkeit (im französischen fatigué) vom ewigen links und rechts swipen eingestellt. Ohne die Suchfunktion unseres Smartphones finden wir nicht mehr zur gewünschten Anwendung. Und wenn wir ehrlich sind, nutzen wir nur ein Bruchteil der Apps regelmäßig. Mit Sprache wird das Auffinden von Informationen oder das Erledigen von Aufgaben einfacher und zugleich können wir uns wieder mit aufrechtem Gang durch die Welt bewegen. Schluss mit den Nackenschmerzen, unter denen wir durch das ständige Starren auf Displays seit Jahren leiden. Schauen Sie sich jetzt in diesem Moment um, dieser Anblick ist in wenigen Jahren hoffentlich Vergangenheit.

4. Routine In der Regel ist der Mensch ein Gewohnheitstier. Die Gesellschaft zu einer Verhaltensänderung zu bewegen, haben im Bereich Technologie oder soziale Interaktion nur wenige geschafft. Mit dem Einzug der Smartspeaker ist genau dieser Prozess gerade wieder angestoßen worden und nicht mehr aufzuhalten. Jüngsten Befragungen zufolge, hören Menschen mit Smart Speaker zuhause mehr Radio oder andere Audio-Inhalte. Das amerikanische Radio NPR verzeichnet nahezu exponentielle Wachstumsraten in der Zuhörerschaft über Alexa und gleichzeitig Rückgänge in der Nutzung über Smartphones. Der Transformation des Konsums von Medien werden andere Branchen bald folgen. Durch die Kombination von Lautsprecher und Sprachassistent und die Integration in unser Smart Home System gibt es selbst für die Gewohnheitstiere nicht mehr viele Gründe, nein zum “Alltagsupgrade Alexa” zu sagen.

5. Multimodalität Die Neuigkeiten um die Weiterentwicklung der Sprachassistenten-Technologie reißen nicht ab. Alexa erhält fast wöchentlich neue Funktionen und Verbesserungen. Die Verbreitung des Google Assistant in Smartphones ist schwindelerregend. Eines der Top-Themen, mit dem sich Entwickler von Sprachbenutzererlebnissen gerade intensiv beschäftigen, ist die nahtlose Integration mit anderen Technologien. So sind Echo-Geräte beispielsweise mit Displays ausgestattet worden, um Skills über einen weiteren Sinn wahrnehmbar zu machen. Es geht um “Voice-Plus” Erlebnisse, die zum Beispiel auf einem Touch-Screen ursprünglich starteten oder weitergeführt werden und Voice hier zu einem Teil der Costumer Journey werden. Außerdem geht es um Voice Apps, bei den ergänzende Informationen auf einem Bildschirm angezeigt werden, während man mit dem Sprachassistenten sprich.

Tim Kahle ist Mitgründer von 169 Labs in München, einer der ersten Voice-Assistant-Agenturen Deutschlands. Der Diplom-Medienökonom bringt Erfahrungen aus mehr als zehn Jahren im UX-/UI-Design und Onlinemarketing in die Agentur ein und ist damit für die Konzeption, das Design und die Vermarktung von Sprachanwendungen verantwortlich.

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