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Pinterest
"Pinterest ist weit mehr als eine Bildergalerie"

Pinterest ist unterschätzt, sagt Alexandra Friebe von JOM. Die Mediaexpertin gibt im Interview Tipps, für wen sich der Kanal eignet - und warum es nicht immer Rezepte oder Einrichtungsideen sein müssen.

Text: W&V Redaktion

24. September 2021

Was sagen Mediaplaner zu Pinterest als Marketingkanal?
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Frau Friebe, Sie sagen, Pinterest sei ein noch immer unterschätzter Marketing-Kanal, warum?

Uns fällt immer wieder auf, dass Pinterest bei vielen Unternehmen entweder nicht zur Diskussion steht oder sogar von Anfang an nicht auf dem Radar ist. Diesen Unternehmen scheint nicht bewusst zu sein, dass die Plattform heute weit mehr ist als nur eine Bildergalerie auf der Nutzer ihre Hochzeit planen oder sich bzgl. DIY-Projekten informieren können. Pinterest wird weltweit von einer halben Milliarde Menschen und innerhalb Deutschlands von 15 Millionen Menschen genutzt. 

Für welche Branchen bzw. Marken eignet sich Pinterest-Marketing?

Der Einsatz von Pinterest als Kommunikations- bzw. Werbekanal ist für Marken geeignet, die am Puls der Zeit sein möchten, aktuelle Trends verfolgen und dabei in einem inspirierenden Umfeld stattfinden sowie kontextbezogen werben möchten. Doch es muss nicht immer ein Unternehmen sein, dass mit Kochrezepten oder Einrichtungsideen das typische Pinterest-Klischee erfüllt. Auch Finanzkonzerne können die Vorteile der Plattform für sich nutzen und mit qualitativem Content überzeugen.

Können auch mittelständische Unternehmen mit Pinterest ihr Geschäft ankurbeln?

Definitiv können sie das! Laut einer eigenen Pinterest-Auswertung haben 67 Prozent der Nutzer in Deutschland auf Pinterest Marketing-Inhalte wahrgenommen und danach auch etwas gekauft. Die Nutzer gehen zu Pinterest, um Neues auszuprobieren, neue Ideen zu bekommen, diese "abzuspeichern" und um am Ende auch einen Kauf zu tätigen.

Was macht Pinterest für Werbekunden so besonders? Vielleicht auch im Vergleich zu anderen populären Social-Media-Kanälen?

Aktuell wird viel über TikTok diskutiert. Für TikTok spricht, dass sich hier gerade die GenZ aufhält und Werbetreibende diese hier auch im Vergleich zu Instagram wirtschaftlicher ansprechen können. Genau das ist auch bei Pinterest möglich: Die TKP- und CPC-Modelle sind hier oftmals attraktiver als bei Instagram. Außerdem stören die Markeninhalte nicht allzu sehr, da diese aufgrund der Keyword-Ausrichtung kontextuell ausgespielt werden und deswegen als weitere Inspirationsquelle dienen können. Grundsätzlich gilt aber: Respect the platform. Noch immer tendieren Unternehmen dazu, ein und dieselbe Werbeanzeige auf allen Kanälen einzusetzen. Dabei funktionieren die Plattformen unterschiedlich, da auch schon die Zielgruppen unterschiedlich sind. Daher sollten sich Unternehmen mehr mit den Kanälen und deren Anforderungen auseinandersetzen. Gerade in der organischen Content-Erstellung wird dies oftmals vernachlässigt.

Alexandra Friebe ist Digital Media Consultant bei der JOM Group, Hamburg.


Autor: W&V Redaktion

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