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Payment
Deutsche kaufen am liebsten auf Rechnung

Immer noch bevorzugen deutsche Online-Shopper den Kauf auf Rechnung - durch die Pandemie haben sich die Zahlungsgewohnheiten allerdings geändert, zeigt die Studie "Online Payment 2021" des EHI.

Text: W&V Redaktion

14. Mai 2021

Paypal holt immer mehr auf.
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Beim Onlineshopping sind sich die Deutschen einig: Was gekauft wird, wird am liebsten erst per Rechnung bezahlt. Seit Jahren bevorzugen deutsche Kund:innen diese Bezahlmethode. Wie die neue Studie "Online Payment 2021" des EHI Retail Institutes, ein Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel, zeigt, hat sich das Zahlungsverhalten allerdings durch die Corona-Pandemie verändert: Auch PayPal ist immer mehr im Kommen und erreicht den höchsten Umsatzanteil seit zehn Jahren. Der Bezahldienst macht mittlerweile rund ein Viertel des E-Commerce-Marktes aus. 

30,4 Prozent der Onlinekäufe wurden in 2020 per Rechnung gezahlt. Das sind fast 2,5 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Zwar belegt diese beliebte Zahlungsart damit weiterhin Platz Eins der umsatzstärksten Zahlungsarten, verliert aber Anteile an den Zahlungsdienstleister PayPal. Im Vergleich zum Vorjahr hat dieser 4,7 Prozentpunkte an Umsatzanteilen auf 24,9 Prozent zugelegt. Bei einem Großteil der Onlinehändler konnte ein branchenübergreifender Umsatzanstieg der Zahlung mit PayPal festgestellt werden. Dies ist auf ein verändertes Bezahlverhalten aufgrund der Corona-Pandemie zurückzuführen. Knapp 90 Prozent der Händler berichten, dass vor allem Neukunden PayPal beim Checkout nutzen.  

Auch die Kreditkartenumsätze sind gestiegen. In 2020 lag der Umsatzanteil der Kreditkarten bei 11,8 Prozent (+1,3 Prozentpunkte zum Vorjahr). Vor allem Händler aus den Segmenten Elektronik, Bekleidung und Generalisten konnten einen Umsatzanstieg bei den Kreditkarten feststellen.

Mit zunehmender Bedeutung des Onlinehandels wird deutlich, dass Omnichannel-Zahlungsarten immer mehr an Bedeutung gewinnen. Zahlungsdienstleister müssen sich breiter und kanalübergreifend aufstellen, um den Anschluss nicht zu verlieren und ihre Position im Markt zu sichern.

Die Studie beinhaltet Daten von 104 Onlinehandelsunternehmen (Pureplayer und Omnichannel-Handelsunternehmen) unterschiedlicher Branchen und Umsatzgrößen mit einem Nettoumsatz in Höhe von 32,6 Mrd. Euro. Darüber hinaus haben 55 Unternehmen qualitative Fragen zur Payment-Strategie in ihrem Onlineshop beantwortet.

Noch dominiert der Kauf auf Rechnung.


Autor: Julia Gundelach

ist im Specials-Team der W&V und schreibt daher jede Woche über ein neues spannendes Marketing-Thema. Dem Verlag ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002.

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