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Gastbeitrag
Nach E-Commerce kommt der Digital Commerce

Digital Commerce ist mehr, als der elektronische Abverkauf über einen Onlineshop. Social Commerce auf instagram, Pinterest & Co., aber auch Video und Conversational Commerce, treiben die Entwicklung voran.

Text: W&V Redaktion

1. Juni 2021

Der digital Commerce bietet ein nahtloses Einkaufserlebnis.
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Der Digital Commerce boomt - denn er ermöglicht einen nahezu nahtlosen Kaufprozess und baut Barrieren ab, die an einer Transaktion hindern. Schließlich wünschen sich die Kund:innen ein Einkaufserlebnis, das sie mit einem Klick und ohne große Umwege abschließen können. Als logische Weiterentwicklung des klassischen E-Commerce, also dem elektronischen Abverkauf über einen Onlineshop, zeichnet sich Digital Commerce durch eine Vereinfachung der Einkaufsprozesse aus, nicht zuletzt aufgrund der stetigen Weiterentwicklung der Technologie. Denn: Mit dem digitalen Handel wird nicht nur eine höhere Reichweite als im stationären Geschäft erzielt, sondern durch eine holistische Verknüpfung der online und offline Kanäle auch ein ganzheitliches Kundenerlebnis erschaffen. Dadurch wird die kanalübergreifende Realisierung der Marketingziele unterstützt. 

Neben den aktuellen Trends des Video Commerce und des Conversational Commerce treibt insbesondere der Social Commerce die rasante Entwicklung im digitalen Handel voran und öffnet zahlreiche werbliche Möglichkeiten zur Steigerung des Abverkaufs direkt auf der Social Media-Plattform. Nicht nur Facebook und Instagram bieten Shoppingmöglichkeiten an, sondern auch Snapchat, Pinterest, TikTok oder auch Youtube weiten Shopping Optionen und Partnerschaften mit E-Commerce Plattformen aus, um mit dem Trend mitzugehen.

Social Commerce als Direktvertrieb bietet zahlreiche Vorteile 

Im Gegensatz zum klassischen Marketing steht im Social Commerce der direkte Vertrieb über die sozialen Plattformen an den Kunden im Vordergrund. Händler haben die Möglichkeit, den gesamten Online-Shop auf einer Plattform zu integrieren oder den Social Shop als eine Art digitales Schaufenster zu nutzen, beispielsweise um die aktuelle Kollektion auszustellen. Der große Vorteil ist die Verkürzung des Kaufprozesses und die Steigerung des Kauferlebnisses. Durch den nahtlosen Übergang von Inspiration zu Transaktion werden natürliche Brüche in der User-Journey verringert und die Conversion-Rate gesteigert. 

Auch wenn der Social Commerce mit den haptischen Erfahrungen des stationären Handels nicht mithalten kann, so wird durch innovative Features kontinuierlich die User-Experience verbessert, um ähnliche Erfahrungen auf dem Smartphone oder dem Desktop wie im offline Geschäft zu ermöglichen. Integrierte Chatbots erlauben eine Beratung auch außerhalb der klassischen Geschäftszeiten. AR-Funktionen ermöglichen Gamification, virtuelle Anproben für Kleidung oder Try Ons für Make-Up und Frisuren. Durch die aktive Einbindung der User mittels Interaktionen wie zum Beispiel Likes, aber vor allem durch Kommentare und Bewertungen, kann trotz fehlender haptischer Erfahrung eine Inspiration mit anschließender Kaufentscheidung erfolgen. Fast wie im Geschäft, nur eben digital. 

Zahlreiche Werbemöglichkeiten erlauben es den Händlern, die Shopping Experience auf den Plattformen weiter zu steigern und die User-Journey noch mehr zu verkürzen. Durch die granularen Targeting-Möglichkeiten auf den Plattformen können die jeweiligen Zielgruppen effizient mit relevanten Produktanzeigen angesprochen werden. Ob dynamische Produktkataloge, klassische Feedposts oder interaktive Storyformate - die Werbemöglichkeiten mit direkter Verlinkung und Weiterleitung zu den Shops auf der Plattform sind weitreichend. Insbesondere Video-Formate weisen gute Performance-Werte auf, da Werbebotschaften in Form von Bewegtbildern schneller erfasst werden und gleichzeitig mehr Emotionen transportieren. Auch die Verknüpfung von stationären offline Handel und dem digitalen online Handel ist über werbliche Maßnahmen möglich. So kann beispielsweise auf einen Store in der Nähe hingewiesen oder aktiv die Kaufoption im Geschäft angeboten werden. 

Werbewirkung durch Harmonisierung von online und offline messbar machen

Aber nicht alle Formate und Plattformen sind für das individuelle Ziel, Produkt oder Produktsortiment gleichermaßen sinnvoll. Die zentrale Frage: Was wirkt am stärksten auf den individuellen ROI? Es ist also dezidiert zu prüfen, welche Maßnahmen umgesetzt werden sollten, um die spezifische Zielgruppe und das Werbeziel zu erreichen. So müssen die Maßnahmen zum Produkt und zur jeweiligen Zielgruppe passen, um erfolgreich zu performen. Ob beispielsweise eine komplette Implementierung des Online-Shops bei Instagram erfolgsversprechender ist als der Einsatz von Product Pins auf Pinterest, ist abhängig von diesen Faktoren und kann nicht pauschal beantwortet werden.

Aber der große Vorteil des Digital Commerce ist: Alles ist messbar! Daher gilt es, die relevanten KPIs genau zu analysieren und nach ihrer Leistungsfähigkeit zu beurteilen. So kann eine Vergleichbarkeit zwischen den verschiedenen Kanälen, Plattformen und Formaten geschaffen und eine effiziente Media Strategie implementiert werden. Auch ist die Werbewirkung zwischen digitalem und offline Handel messbar, zum Beispiel über die Zusammenführung von Conversion Daten beider Welten oder die Nutzung von First Party Offline Daten im digitalen Umfeld. Dabei ist die Harmonisierung von stationärem und online Geschäft innerhalb der Mediaplanung maßgeblich, denn eine holistische Betrachtung ermöglicht die Messung von Vergleichbarkeit und Werbewirkung einzelner Maßnahmen. Anhand der KPIs können dann sowohl offline als auch digitale Maßnahmen miteinander verglichen werden, um effizient an das übergeordnete Werbeziel zu gelangen

Autor: Michael Hinse ist Project Lead Consulting bei esome.


Autor: W&V Gastautor

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