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Marken-Case
"Die Auftritte der Mitbewerber sind sich alle ähnlich"

Für die Kanzlei FPS gab es beim German Brand Award die Auszeichnung "Best of Best" als "Service Brand of the Year". Was macht die Markenführung einer Kanzlei in Corona-Zeiten aus? Wir haben nachgefragt.

Text: W&V Redaktion

24. Juni 2021

Eine Kanzlei, die es anders macht.
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FPS ist weder Großkanzlei noch Boutique, sondern eine wirtschaftsrechtliche Spezialeinheit. Die Nähe zu den Mandanten zeichnet die Marke aus – mit Corona fiel der wichtige persönliche Kontakt schlagartig weg. Innerhalb kürzester Zeit realisierte das Unternehmen zahlreiche digitale Touchpoints, um schnell, authentisch und flexibel für die Mandanten da zu sein: Von der Corona Task Force und dem FPS Blog über den Legal Chatbot und YouTube-Channels bis bin zum Filmevent und virtuellen Karrieremessen. Agentur und Kanzlei im Interview.

Mit Ihrem eigenständigen, differenzierenden Auftritt heben Sie sich deutlich von vielen Ihrer Wettbewerber ab. Wie ist es dazu gekommen?

(Anne Julia Nowitzki, Appel Nowitzki:) Als wir 2013 als Agentur die Markenarbeit für und mit FPS übernommen haben, waren sich die Auftritte der Mitbewerber alle sehr ähnlich. Für uns war es wichtig, die Professionalität, die für eine Wirtschaftssozietät unabdingbar ist, neu und ungesehen zu interpretieren. Das war eine sehr bewusste Entscheidung, die viel Mut von FPS erfordert hat und die auch polarisierte. Heute sind auch die skeptischen Mandanten echte Fans. Gerade weil das Design mit den Illustrationen so modern und auch branchenuntypisch daherkommt, dabei aber absolut authentisch ist. Die Marke ist das Spiegelbild der Persönlichkeit von FPS und zeigt eine klare Haltung. Und die lohnt sich ja bekanntlich immer.

Wie wichtig sind soziale Medien in Ihrer Markenarbeit/ bzw. im Marketing-Mix? Welche Rolle spielen klassische Medien-Kanäle?

(Ulf Appel, Appel Nowitzki:) Das wichtigste Medium wird bei FPS immer das direkte Gespräch sein. Gelebte Partnerschaft und echte Nähe machen in der Beratung hier wirklich den Unterschied. In Zeiten von Corona musste dieser Ansatz schnellstmöglich und mit Riesenschritten umgehoben werden, vor allem auf die digitalen Medien. Der bislang klassische Fokus im Marketing-Mix wurde sozusagen über Nacht auf die sozialen Medien transformiert. Das hat erstaunlich gut funktioniert und einen nahtlosen Kontakt mit den Mandanten sichergestellt.

Wie wichtig ist das Thema digitale Transformation in Ihrem Bereich?

(Fuencisla Heiß, FPS:) Wichtiger, als viele von uns vor Corona vielleicht noch dachten. Als Wirtschaftssozietät sind wir digital sehr gut aufgestellt – vom Legal Chat Bot bis zum Corona-Webinar. Aktuell erwarten die Mandanten aber auch eine Bereitstellung der entsprechenden Tools. Der Ausbau digitaler Expertensysteme, die vor allem in der rechtlichen Beratung innovationsgetriebener Geschäftsmodelle zum Einsatz kommen, ist ebenso gefragt. Gerade dieses neue Gründer-Mindset wird den Markt nachhaltig verändern. Deshalb setzen wir mehr und mehr digitale Services bei FPS ein und um. Das ist die Zukunft und die wollen wir in jedem Fall aktiv mitgestalten.

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Autor: Julia Gundelach

ist im Specials-Team der W&V und schreibt daher jede Woche über ein neues spannendes Marketing-Thema. Dem Verlag ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002.

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