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Marken-Case
"Digitalisierung ist ein Vehikel unserer Markenarbeit"

Seit 170 Jahren steht Oventrop für effizientes Heizen, Kühlen und sauberes Trinkwasser. Und beschloss, seine Marke weiterzuentwickeln, um auf die wachsenden Marktanforderungen zu reagieren - mit Erfolg.

Text: W&V Redaktion

23. Juni 2021

Für Oventrop gab es in der Kategorie "Brand Revival of the Year" die höchste Auszeichnung "Best of Best" beim German Brand Award.
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Seit 170 Jahren ist Oventrop der Partner für effizientes Heizen, Kühlen und sauberes Trinkwasser. Im Jahr 2018 beschloss das Familienunternehmen, seine Marke weiterzuentwickeln, um auf die wachsenden Marktanforderungen zu reagieren. Mit einer neuen Markenpositionierung wurde der Grundstein für einen ganzheitlichen Markenrelaunch gelegt. So hielt eine fokussierte Leitidee Einzug in alle Unternehmensbereiche und Kontaktpunkte – vom Produkt- und Serviceangebot bis hin zum Corporate Design. Dafür gab es in der Kategorie "Brand Revival of the Year" beim German Brand Award die höchste Auszeichnung "Best of Best". Wir haben mit Bernhard Schaub, Mitglied der Geschäftsleitung und Michael Scheller, Leiter Marketing & Produktmanagement gesprochen.

Herr Schaub, Herr Scheller, welche Rolle spielt das Thema Digitalisierung bei Ihrer neuen strategischen Ausrichtung?

(Michael Scheller:) Eine zentrale und für die Marke sehr dienliches Mittel. Dass ein Markendesign digital in unterschiedlichsten Kanälen funktionieren muss ist selbstverständlich. Wir versuchen auf Basis von Kundenbedürfnissen und unserer strategischen Ausrichtung "echte" und markentypische Lösungen zu schaffen – nicht einfach das 100. "digitale Partnerprogramm". Sobald sich die Digitalisierung bzw. deren Möglichkeiten als zielführend erweisen, z.B. um unseren Kunden per App eine einfachere hydraulische Auslegung von Heizungsanlagen zu ermöglichen, nutzen wir sie. Wenn uns digitale Softwarelösungen wie z.B. Salesforce schneller, effektiver und gleichzeitig markentypischer kommunizieren lassen, dann nutzen wir diese Möglichkeiten. Wir verstehen die Digitalisierung als Vehikel, um unsere Marke für den Kunden noch besser in Angebot, Botschaft, Gestalt und Verhalten erlebbar zu machen. Nicht als zwingende Teilnahmebedingung.

Markenarbeit findet in hohem Maße auch nach innen statt. Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter, die Marke mit Leben zu füllen?

(Bernhard Schaub:) Marke wird im Wesentlichen von Mitarbeitern entwickelt, vermittelt und gelebt. Mit diesem Verständnis auf Managementebene haben wir den Markenbildungsprozess von Beginn an mit Mitarbeitern vorangetrieben. Diese Verantwortung motiviert, Mitarbeiter können sich so stärker mit der Marke identifizieren, sie mit gestalten und sie somit auch leben. Das versuchen wir nachhaltig sicherzustellen. Zum Beispiel mit der OV-Markenschmiede, einer internationalen Plattform und einem Trainingsprogramm zur Ausbildung von Markenbotschaftern. Die Botschafter kommen dabei aus jedem Bereich des Unternehmens – von Montage bis Service. Nach der Ausbildung sind die Botschafter dazu befähigt, ihren  Kollegen den Geist der Marke einzuhauchen und gemeinsam mit ihnen markentypische Maßnahmen zu entwickeln. Damit fördern wir die Möglichkeit, über den eigenen Fachbereich hinaus zu denken und mitzuwirken – das motiviert.

Welche Rolle spielen soziale Medien in Ihrem Kommunikations-Mix?

(Michael Scheller:) Im B2B Geschäft funktioniert der persönliche Austausch m.E. nach wie vor am besten z.B. in den Gesprächen direkt vor Ort, in Trainings persönlich oder digital. Die Schaffung der notwendingen Aufmerksamkeit wie z.B. bei Produkteinführungen oder aber auch die Bindung zu bestehenden Kunden organisieren wir zunehmend über soziale Kanäle. Bei allen Kommunikationsmaßnahmen nehmen unsere sozialen Kanäle eine feste Position ein, die auch mit wesentlichen Ressourcen hinterlegt sind.


Autor: Julia Gundelach

ist im Specials-Team der W&V und schreibt daher jede Woche über ein neues spannendes Marketing-Thema. Dem Verlag ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002.

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