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Pläne 2020
Rügenwalder will vegane Rohstoffe anbauen

Nachdem Rügenwalder Mühle mit seinen pflanzenbasierten Produkten unglaubliche Umsatzsprünge macht, wächst das Sortiment kontinuierlich. Außerdem investiert Rügenwalder in den Anbau von Proteinpflanzen.

Text: W&V Redaktion

29. Juni 2020

Michael Hähnel ist CEO von Rügenwalder Mühle.
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Für die Rügenwalder Mühle sind die fetten Jahre nicht vorbei, im Gegenteil: der Schwenk zu mehr vegetarischen und veganen Produkten tut auch der Bilanz gut. 2019 realisierte das Unternehmen einen Zuwachs von 14,7 Prozent und kam auf einen Umsatz von 242 Millionen Euro. Bei den Fleischalternativen kommt Rügenwalder Mühle auf einen Marktanteil von bis zu 44 Prozent. Kein Wunder, dass sich die Niedersachsen weiter den Trend zunutze machen wollen.

Bei den vegetarischen und veganen Fleischalternativen langen die Verbraucher gerne zu. Ein Plus von 44 Prozent vermelden die Niedersachsen. "Daher entwickeln wir unsere Fleischfrei-Linie kontinuierlich weiter, verbessern Rezepturen und bringen neue, innovative Produkte in die Regale", erklärt Godo Röben, verantwortlich für Marketing und F&E.

Dazu gehört auch, die Rezepturen bestehender vegetarischer Produkte auf vegan umzustellen. Zu Beginn des Jahres 2019 wurden deshalb gleich drei rein pflanzliche Artikel neu eingeführt. Die vegetarisch/vegane Produktlinie vergrößerte sich damit auf 29 Produkte, 13 davon vegan.

Einstieg in die Landwirtschaft

Rügenwalder will sich in Zukunft noch stärker um das Thema Rohstoffe und ihre Herkunft kümmern. Im vergangenen Jahr startete der Lebensmittelhersteller damit, auf europäisches Soja umzustellen. Inzwischen stammen rund 50 Prozent des verarbeiteten Sojas aus der Donauregion. Neben Soja kommen auch die Erbsen aus Europa.

Doch damit nicht genug: Um künftig noch mehr Zutaten regional beschaffen zu können, arbeitet die F&E zudem mit weiteren, vielversprechenden heimischen Proteinquellen wie Ackerbohnen, Kartoffeln oder Lupinen - die am besten aus der Region kommen. Deshalb startet die Rügenwalder Mühle mit einem Vertragspartner den Versuch, eigene pflanzliche Rohstoffe in Deutschland anzubauen.

"Die Zahlen sprechen für sich: Unser Mut, Ende 2014 mit einer fleischfreien Produktlinie zu starten, hat sich ausgezahlt. Die Verbraucher belohnen uns für unsere Innovationstärke, mit der wir unser Sortiment stetig weiterentwickeln und schnell an ihre Wünsche anpassen", sagt Michael Hähnel, seit Januar Vorsitzender der Geschäftsleitung. "Dieses Ziel werden wir auch 2020 verfolgen und mit Investitionen über 20 Millionen Euro ermöglichen." Das Geld fließt vor allem in Forschung und Entwicklung, qualifiziertes Personals sowie neue Gebäude und Anlagen.


Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 

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