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Lebensmitteltransparenz
Followfood-Kampagne mit falschem QR-Code-Tattoo

Hat sich Melina Sophie wirklich einen QR-Code auf die Stirn tätowieren lassen? Das fragten sich zuletzt tausende ihrer Follower. Nun liefert die Influencerin die Auflösung: Das Tattoo ist ein Prank. 

Text: W&V Redaktion

18. März 2021

Echtes Tattoo oder Fälschung?
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Es war eine der in Social Media am heißesten diskutierten Aktionen der letzten Zeit. Am vergangenen Montag ließ sich die beliebte Instagram- und YouTube-Influencerin Melina Sophie ein Tattoo stechen, und zwar auf ihre Stirn. Das Motiv: Ein QR-Code, der sich mit dem Smartphone einscannen ließ. Echt oder nicht? Spaß oder Ernst? Nun stellte Melina Sophie in einem neuen Video klar, dass es sich nicht um ein echtes Tattoo handelt. Stattdessen ist die Aktion ein Prank… allerdings mit sehr ernstem Hintergrund.

Hinter der Aktion steckte das Friedrichshafener Unternehmen followfood, das Bioprodukte mit auf den Verpackungen gedruckten QR-Tracking-Codes  verkauft. Wer den jeweiligen Code einscannt, gelangt auf die followfood-Webseite samt detaillierter Informationen zur Herkunft, Ökobilanz oder Transportroute des Produkts. Wie wichtig diese Transparenz gerade in den heutigen Zeiten ist, sollte die Aktion mit dem Fake-QR-Code aufzeigen. "Der QR-Code hier ist Fake. Aber was da draußen passiert, ist leider real! Deshalb habe ich das Ganze gemacht", sagt Melina Sophie.        

Die Idee stammt von TankTank 

Für die Idee, Konzeption und Umsetzung der Aktion zeichnet die Hamburger Agentur TankTank verantwortlich, die followfish, wie das Unternehmen bis 2015 hieß, seit seiner Gründung 2007 betreut. "Mit dieser Kampagne wollen wir auch diejenigen mobilisieren, die bislang wenig über Lebensmittel wissen. Denn nur wer darüber informiert ist, dass wir z.B. nur noch etwa 60 Ernten haben werden, wenn wir unser Verhalten nicht ändern, dass nur 10% des Fischfangs nachhaltig gefangen wird und ein handelsüblicher Apfel 67-mal gespritzt wird, kann das eigene Verhalten überdenken. Transparenz und Vergleichbarkeit ermöglichen einen veränderten Blick durch die Konsumbrille", kommentiert Jürg Knoll, Geschäftsführer von followfood.

Für Till Felber, Creative Director bei TankTank, ist die Transparenz, die durch den Tracking-Code auf jeder Packung gewährleistet wird, ein herausragendes Merkmal der Marke followfood. Felber: "Wir wollen mit der Kampagne Verbraucher sensibilisieren, dass die Herkunft sowie die Klima- und Ökobilanz der Lebensmittel, die sie essen, entscheidend für die Zukunft unseres Planeten sind. 30% der weltweiten Böden sind bereits zerstört. Monokulturanbau und die breite Nutzung von Chemikalien sind nach wie vor an der Tagesordnung. Wir sind sicher, dass mehr Wissen darüber zur Hinterfragung und Änderung des eigenen Verhaltens führt."

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