Anzeige

TechTäglich
2021 wird Rekordjahr für iPhone-Verkäufe

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit Apples iPhone-Rekordjahr und dem iTest von Samsung.

Text: W&V Redaktion

12. April 2021

Auch für das rote iPhone stehen die Verkaufs-Ampeln auf Grün.
Anzeige

2021 wird Rekordjahr für iPhone-Verkäufe

2021 dürfte für Apple erneut ein höchst erfolgreiches Jahr werden. Analysten prognostizieren die höchsten Verkaufszahlen für das Smartphone in der Firmengeschichte. Der bisherige Rekord aus dem Jahr 2015 liegt bei 231 Millionen verkauften iPhones. Der Wedbush-Analyst Dan Ives geht davon aus, dass Apple bis Ende Dezember dieses Jahres zwischen 240 und 250 Millionen iPhones absetzt. Andere Bankanalysten sind ähnlich bullish, sie gehen aber "nur" von 220 Millionen Einheiten aus. Analyst Ives glaubt, dass aktuell 350 Millionen iPhone-Nutzer potenzielle Upgrade-Kunden wären. Diese Einschätzung legt auch für das iPhone 13 extrem starke Verkaufszahlen nahe. Erwartet werden die vier neuen iPhone-13-Modelle pünktlich im September. Bisher sind keine Verzögerungen bei der Produktion bekannt. Allerdings gibt es aufgrund der Pandemie und Lieferschwierigkeiten bereits Warnzeichen, dass die neuen iPads und MacBooks von Apple in diesem Jahr mit Verzögerungen bei der Auslieferung kämpfen. Das asiatische Portal Nikkei, in der Zulieferkette gut vernetzt, berichtet von Engpässen. Dennoch bleiben Apples Lieferanten auch wegen der starken iPhone-Nachfrage zuversichtlich. So hat iPhone-Zulieferer Hon Hai Precision Industry Co. aktuell stark gestiegene Umsätze gemeldet. Im ersten Quartal dieses Jahres generierte der Konzern gleich 44 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Einer der Gründe ist das starke Interesse an Apples aktuellen iPhone-12-Modellen. Kunden würden laut Analyst Ives mehr Smartphones kaufen, um per Video-Chat und Co. mit ihren Liebsten in der Pandemie verbunden zu bleiben.  

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

Dreikampf: Spotify fordert Siri und Alexa heraus

Ab sofort können ausgewählte User Spotify mit "Hey Spotify" ansprechen. Der Sprachbefehl erlaubt es im Anschluss, die Spotify-eigene Sprachsuche zu nutzen. Das Ganze funktioniert auf smarten Lautsprechern und in der App. Offiziell hat Spotify den Dreikampf mit Siri und Alexa noch nicht ausgerufen, aber er ist laut GSM Arena schon bei ersten Usern aktiv, vorzugsweise in den USA. Das Feature wird in den Einstellungen von Spotify aktiviert. Die App muss dafür geöffnet sein, der Sperrbildschirm darf nicht geöffnet sein. Einerseits ist es also deutlich leichter, Siri oder Alexa zu starten. Andererseits dürfte der Sprachbefehl "Hey Spotify" nur der Vorbote eines neuen Gadgets sein. Seit Wochen wird spekuliert, dass Spotify ins Auto drängt. Wo Apple (mit CarPlay) und Google (mit Android Auto) bereits vertreten sind, fehlt Spotify noch der direkte Zugriff. Das Zubehör "Car Thing", unten im Video, soll Abhilfe schaffen. Ein genauer Starttermin für das kleine Kästchen steht noch nicht fest.

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

Hans Zimmer komponiert jetzt Klingeltöne

Der bekannte und mehrfach ausgezeichnete Film-Komponist Hans Zimmer wechselt die Branche. Zimmer, geboren in Frankfurt/Main und längst eine Hollywood-Legende, hat unter anderem die Soundtracks für "Der Fluch der Karibik" und "Inception" geschrieben. Elfmal war Zimmer bereits für den Oscar, vierzehnmal für den Golden Globe Award und elfmal für den Grammy Award nominiert. Nun hat er verkündet, Klingeltöne zu komponieren – gemeinsam mit Oppo. Die chinesische Handy-Marke erfreut sich vor allem in Asien großer Beliebtheit. Auch in Europa wird die Präsenz immer weiter ausgebaut. In zwei Werbe-Videos zeigt der Konzern jetzt erste Ergebnisse der Zusammenarbeit mit dem Komponisten. Die Zimmerschen Klingeltöne sind für die Find-X3-Reihe entstanden. Es sind die Flaggschiff-Geräte, die in Deutschland rund 1100 € kosten.

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

Samsung verwandelt jedes iPhone in ein Galaxy

Die Marketing-Strategen von Samsung sind in der Regel sehr einfallslos: Bewerben sie ein neues Smartphone, werden zwar auch die Vorzüge angepriesen, gern wird aber auch gegen Apple und sein iPhone ausgeteilt. Jetzt gebührt der neuseeländischen Division der südkoreanischen Firma aber auch einmal Lob für ihre neueste Marketing-Idee, die Wechselwillige ansprechen soll. Mithilfe einer Web-Applikation von Samsung lässt sich (auch in Deutschland) ab sofort ganz einfach ausprobieren, wie sich die Benutzeroberfläche eines Galaxy-Smartphones anfühlt. itest.nz führt auf dem iPhone binnen weniger Sekunden auf den virtuellen Homescreen eines Samsung Galaxy. Dort lässt sich zum Beispiel entdecken, wie einfach man die Gestaltung mithilfe von Themes ändern kann. Außerdem gibt es ein interaktives Tutorial, in dem die Vorzüge der Galaxy-Kamera erklärt werden. Samsung selbst lässt Tester wissen: "Du bist dabei, einen kleinen Vorgeschmack auf Samsung zu bekommen, ohne das Telefon zu wechseln. Wir können nicht jede Funktion nachbilden, aber du solltest schnell sehen, dass es nichts Abschreckendes daran gibt, auf die andere Seite zu wechseln." Eine gut programmierte Web-Anwendung, die zeigt, wie originell durchdachte Werbung sein kann:

Mini-Waschmaschine befreit In-Ears von Ohrenschmalz

Nicht nur Musik kann schmalzig sein, sondern auch das Innere der Ohren. Unappetitlich, aber wer kennt es nicht? Immer müssen die kleinen In-Ears bei Modellen wie von Samsung, Bose oder Apple gesäubert werden, aber das funktioniert (bisher) nur leidlich. Die Firma Cardlax eilt zu Hilfe mit ihrer neuen Mini-Waschmaschine, dem "EarBuds Washer".  Einmal aufgeklappt, sieht die Kopfhörer-Waschmaschine wie eine echte mit Trommel aus, nur eben kleiner. Eine winzige Bürste rotiert und entfernt das Ohrenschmalz auch aus unzugänglichen Bereichen der In-Ears. Nach Vorwäsche werden die Kopfhörer per Sprühnebel eingeschäumt, um feinste Partikel zu entfernen. Die Waschmaschine wird anschließend unter Wasser abgespült. Der Preis ist kein Wischi-Waschi: 33 Dollar, umgerechnet knapp 28 Euro. 

Damit wünsche ich einen reinigenden Montag, bis morgen bei TechTäglich.

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.


Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

Anzeige