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TechTäglich
Ab sofort digital: Zeitungen von 1671 bis 1950

Heute in TechTäglich: Die Deutsche Digitale Bibliothek macht Zeitungen von 1671 bis 1950 im Netz verfügbar. 84 Prozent der rund 4,5 Millionen Seiten lassen sich bereits im Volltext durchsuchen.

Text: W&V Redaktion

1. November 2021

Hoffnung in furchtbaren Zeiten: Die deutsche Exilpresse in den 1930er Jahren.
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Ab sofort digital: Zeitungen von 1671 bis 1950

Extrablatt! Extrablatt! Bevor die Zeitungen aus den vergangenen Jahrhunderten zu Staub zerfallen, macht die Deutsche Digitale Bibliothek sie nun als Deutsches Zeitungsportal im Netz zugänglich. Zum Start sind 247 Zeitungen mit ingesamt rund 600.000 Ausgaben und 4,5 Millionen Seiten verfügbar. Die historische Sammlung stammt aus dem 17. bis 20. Jahrhundert. Die älteste Zeitung "Il corriere ordinario" ist 1671 erschienen, die jüngste und quasi aktuellste, die "Badische Neuesten Nachrichten", am 30. Dezember 1950. Sie wurden aus ingesamt neun verschiedenen Bibliotheken zusammengetragen. 84 Prozent der Inhalte sind bereits als Volltext erschlossen und können auf einer faszinierenden Zeitreise damit nach Stichworten durchsucht werden.

Digital gerettet: Hunderte von Jahren alte Zeitungen lassen sich auch weiterhin lesen.

Suche nach allen nur denkbaren Kriterien

Nutzerinnen und Nutzer können Zeitungen über Titel, Verbreitungsort oder Erscheinungsdatum finden und nach verschiedenen Kriterien sortieren. Ein Kalender zeigt an, wann welche Zeitung erschienen ist. Mit beliebigen Stichwörtern kann gesucht und gefiltert werden. Während die stufenlos vergrößerbare Originalabbildung angezeigt wird, ist eine Recherche im Text möglich. Ganze Ausgaben oder einzelne Seiten sind überdies als Download verfügbar. Über eine öffentliche Programmierschnittstelle (API) kann auf Bilder, Volltexte und Metadaten zugegriffen werden. Alle Ausgaben sind mit einer Lizenz oder einem Rechtehinweis versehen, so dass jederzeit klar ist, wie die Inhalte verwendet werden dürfen.

Angebot soll noch größer werden

Die Entwickler suchen auch nach dem Start nach weiteren Datenpartnern, um das Angebot ausbauen zu können. Langfristig soll das Deutsche Zeitungsportal alle digitalisierten historischen Zeitungen zugänglich machen, die in deutschen Kultur- und Wissenseinrichtungen aufbewahrt werden. Das Deutsche Zeitungsportal wird von vier Projektpartnern aufgebaut: der Deutschen Nationalbibliothek als Projektleitung, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB), der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und dem FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur.

Das sind die weiteren Themen von TechTäglich am 1. November 2021:


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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