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TechTäglich
Apple baut Werbung im App Store aus

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit Apples Werbe-Ausbau im App Store und Sophie Scholl neu auf Instagram.

Text: W&V Redaktion

5. Mai 2021

Der App Store von Apple: ein Einkaufsparadies – jetzt mit zusätzlicher Werbung.
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Apple baut Werbung im App Store aus

Die Werbung im App Store ist ausgebaut worden. Seit 2016 hatte Apple Werbeschaltungen von Entwicklern für deren Anwendungen nur über den Suchergebnissen platziert. Die Idee ersetzte den gescheiterten Versuch, mit dem Apple-iAd-Werbenetzwerk mit Google zu konkurrieren. Developer können zwischen den Formaten "Basic" und "Advanced" wählen und angeben, wieviel sie pro Monat bereit sind, für zusätzliche Downloads zu zahlen. Jetzt rollt der Konzern einen zweiten Werbeplatz weltweit aus. Für erste Nutzer ist er bereits sichtbar: Die bezahlten Promotion-Banner werden als "Empfehlung" angezeigt, wenn User die Suchfunktion erstmals aufrufen. Apple trommelt seit gestern Abend auch in Deutschland fürs Buchen: "Steigere deine Sichtbarkeit im App Store Tab 'Suchen', um bessere Ergebnisse zu erzielen."

Für Nutzer besteht aufgrund des Brandings "Empfehlungen" durchaus Verwechslungsgefahr, schließlich handelt es sich nicht um echte Tipps von Apple. Auch die Mitbewerber dürften den neuen Werbeplatz genau beobachten. Schließlich hat Apple mit der Betriebssystem-Version iOS 14.5 die Werbeoptionen eingeschränkt. User können nun aktiv entscheiden, ob sie das Cross-Tracking der Werbetreibenden unterbinden wollen. Dies könnte laut Brancheninsidern vor allem Konzerne wie Facebook treffen und der gesamten Werbeindustrie je nach Schätzungen übers Jahr Einnahmenverluste von 60 bis 80 Prozent bescheren – während Apple seine Werbeeinnahmen mit dem zweiten eigenen Werbeplatz weiter ausbaut. Immerhin: Laut Apple werden die Daten der User, die eine solche Werbung anklicken, mit einer zufällig generierten Kennung komplett anonymisiert.

Der zweite Werbeplatz im App Store sorgt für mehr Provisionen auf Apples Seite.

Sophie Scholl neu auf Instagram

Am 9. Mai wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. SWR und BR würdigen die Widerstandskämpferin aus diesem Anlass mit dem neuen Instagram-Account IchbinSophieScholl. Am 23. Februar 1943 war das Mitglied der Weißen Rose hingerichtet worden, sie wurde nur 21 Jahre alt. Der Account geht der Frage nach: Was hätte Sophie Scholl gepostet, wenn es damals schon Instagram gegeben hätte? Die Bio weist Scholl so aus: "Blogger/in. Harter Geist, weiches Herz. 21 I Studentin Philosophie & Biologie. Kunst & echter Kaffee." 

Schauspielerin Luna Wedler (21) interpretiert das Thema, basierend auf Original-Dokumenten. Sie setzt täglich Insta-Posts mit News, Fotos und Videos aus Nazi-Deutschland ab. Die User von heute können den Content kommentieren. Das Projekt wird zehn Monate laufen, bis zum 20. Februar (2022), dem Tag ihrer Verhaftung. Neben Wedler sind der Schauspieler Max Hubacher als Sophies Vater und Maria Dragus als Sophies Mutter zu sehen. Regie führt Tom Lass. Den Kanal betreut Suli Kurban als verantwortliche Redakteurin.

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Airbnb für Swimming-Pools

Keine Lust auf volle Freibäder, wenn die öffentlichen Schwimmanlagen nach Eindämmung der Pandemie wieder öffnen? Dann lohnt ein Blick auf das neue Airbnb für Swimming-Pools.  Während das große Vorbild Wohnungen auf Zeit vermietet, bietet Swimmy Pools in der Nähe zum Mieten an. Das Startup Swimmy war 2017 in Frankreich gestartet. 2019 expandierte das Unternehmen erfolgreich nach Spanien. Im nächsten Schritt sind nun deutsche Schwimmer im Visier der Firma. Allein hierzulande gibt es schätzungsweise 800.000 private Pools, viele von ihnen bleiben oft ungenutzt.

Swimmy schafft Abhilfe unter dem Motto: "Glück lässt sich teilen": Poolbesitzer vermieten privat an Einheimische oder Touristen. Möglich ist die Buchung für einen halben, einen ganzen Tag oder einen Abend. Der nächste Schritt steht schon fest: Künftig will Swimmy auch in Italien und den USA Pools vermieten. Swimmy-Gründerin Raphaëlle de Monteynard glaubt, dass "geschlossene Freibäder und Reiseverbote diesen Trend nur verstärken." Eigentümer und Mieter können sich kostenlos registrieren. Pool-Nutzer zahlen dann pro Buchung je nach Lage und Dauer ab ca. 17 Euro. Weltweit lassen sich inzwischen 3000 Pools buchen. Laut Swimmy verdienen Vermieter im Schnitt 1200 Euro pro Saison. Im Optimalfall seien sogar bis zu 8000 Euro möglich.

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Sternenkrieger erobern Echo Dot und Sky

Gestern feierten die Fans den Star Wars Day. Doch der Kult kann konserviert werden – bis zum nächsten Feiertag der Sternenkrieger. 

Der bekannte Zubehör-Anbieter Otterbox hat dazu einen neuen witzigen Ständer für den Amazon Echo Dot der aktuellen vierten Generation vorgestellt. Das Design huldigt Grogo aus „The Mandalorian“. Der Ständer für Star-Wars-Fans hat grüne Ohren, die zur Seite wegstehen. Der Echo Dot sitzt in der Mitte des "Kopfes". Der Untergrund ist rutschfest, damit das Gadget problemlos auf dem Tisch stehen kann. Ab sofort kann der Ständer, der daheim für galaktisches Flair sorgt, vorbestellt werden. Das Produkt wird ab 10. Juni für 24,95 Euro ausgeliefert. Dann können Fans beispielsweise folgende Sprachbefehle ausprobieren:

Alexa, sprich wie Yoda.

Alexa, ich bin dein Vater.

Alexa, möge die Macht mit dir sein.

Alexa, erzähl mir einen Star-Wars-Witz.

Alexa, bist du Star-Wars-Fan?

Alexa, was kann ich dich über Star Wars fragen?

Sie nutzen keine Amazon-Sprachsteuerung, sind aber Sky-Kunde? Auch der Pay-TV-Anbieter hat ein Herz für Sternenkrieger-Fans. Für den SkyQ-Receiver hat der Münchner Sender brandneue Star-Wars-Kommandos hinzugefügt. Eine Auswahl: 

May the 4th be with you.

Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen.

Ich möchte Star Wars sehen.

Viel zu lernen Du noch hast.

Der neue Otterbox-Echo-Dot-Ständer: Genau das Richtige für Star-Wars-Fans.

Corona-Masken als Film-Stars

Das sind wohl die obskursten Animationsfilme, die das Netz derzeit zu bieten hat. Die deutsche Moderatorin und Schriftstellerin Marion Brasch hat die Werke des Japaners Tanaka Tatsuya entdeckt und auf ihrer Webseite vorgestellt: Der Filmemacher zeigt in seinem "Miniaturkalender" witzige und nie gesehene Clips, deren Hauptdarsteller Lebensmittel und andere Gegenstände unseres ganz normalen Alltags sind – von Corona-Masken bis hin zu Sushi, das sich plötzlich in einen fahrenden Zug verwandelt, oder Brokkoli, das zum Wald wird. Das Projekt lässt sich das ganze Jahr über anschauen. Jeden Tag präsentiert Tatsuya ein neues Diorama, das sich über die Social-Media-Kanäle des Künstlers abonnieren lässt. Dort werden auch die Entstehungsgeschichten der Videos dokumentiert.

Damit wünsche ich einen gut animierten Mittwoch. Bis morgen bei TechTäglich.

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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