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TechTäglich
Apple holt BMW-Boss ins Auto-Team

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit dem BMW-Boss im Apple-Auto-Team und Facebooks Mini Go Pro.

Text: W&V Redaktion

14. Juni 2021

Startdatum noch unbekannt: Aber Appie baut das Auto der Zukunft.
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Apple holt BMW-Boss ins Auto-Team

Apple arbeitet offenbar weiter an einem eigenen Auto. Nachdem zuletzt einige Mitarbeiter das Projekt-Team verlassen hatten, ist jetzt ein Hochkaräter für das Apple Car Team, das unter dem Codenamen "Projekt Titan" arbeitet, verpflichtet worden. Laut Bloomberg ist Ulrich Kranz, Ex-Mitarbeiter von BMW, eingestellt worden. Er soll neben Auto-Chef Doug Field in verantwortlicher Position an dem Fahrzeug arbeiten. Bei BMW war er 30 Jahre an Bord und Entwicklungsleiter für das erste BMW-Elektroauto i3, das 2013 vorgestellt wurde. Kranz hat also schon viel Erfahrung in Sachen elektrischer Mobilität sammeln können.

Bei BMW arbeitete der 62-Jährige auch für die Marke "Mini", an der Submarke "BMW i" und er verantwortete auch den Hybrid-Sportwagen BMW i8, der aber 2020 eingestellt wurde. Die Entwicklung des Z3 und X5 fiel ebenfalls in seinen Arbeitsbereich. Zuletzt hatte Kranz als freiberuflicher Consultant gearbeitet. 2019 gründete er das kalifornische E-Auto-Startup Canoo. Jede Menge Expertise, von der Apple sicher langfristig profitieren wird.

Wann das Unternehmen sein erstes Straßenfahrzeug auf den Markt bringt, ist derzeit noch unklar. Auch ein Fertigungspartner wird noch gesucht. Gespräche mit Hyundai und Kia sollen gescheitert sind, Magna und LG gelten nun als Favoriten, Hauptfertiger zu werden.

Startdatum noch unbekannt: Aber Apple baut das Auto der Zukunft.

Für jedes deutsche EM-Tor 1 GB Datenvolumen gratis

Schuss, Tor, hurra. Mit einer Spezial-Aktion lockt die Marke Telekom neue Kunden, die im EM-Fieber sind. Am Freitag ist das Turnier gestartet, morgen trifft die deutsche Mannschaft in ihrem ersten Spiel auf Favorit Frankreich (Beginn 21 Uhr). Und hier wird's für Telekom-Kunden interessant: Für jedes Tor, das die deutsche Mannschaft bei der EM schießt, gibt es 1 GB Datenvolumen kostenlos. Es gelten jedoch Einschränkungen: So müssen die Tore während der regulären Spielzeit fallen, Verlängerung und Elfmeterschießen zählen nicht. 

Am Tag nach dem Spiel können die Daten dann gebucht werden. Zur Buchung senden Telekom-Kunden eine SMS mit dem Text "Speedtor" an 7277 oder rufen pass.telekom.de auf, um die Prämie dort zu aktivieren. Streamen lassen sich alle Spiele der EM über die Telekom – über Magenta TV. ARD und ZDF übertragen den Großteil des Turniers und damit alle wichtigen Spiele ebenfalls. Live und gratis, mal abgesehen vom GEZ-Beitrag...

PS: Auch die Telekom-Tochter congstar, Penny Mobil und ja! mobil zeigen sich während der EM spendabel – für Kunden gibt es einmalig 10 GB Gratisvolumen.

Wenn Deutschland trifft, kassieren Telekom-Kunden für jedes Tor Gratisvolumen.

Von Facebook: Mini Go Pro für den Arm

Facebook wird eine eigene Smartwatch auf den Markt bringen. Die Uhr komme 2022 in den Handel, so ein neuer Branchenreport. Highlight soll laut The Verge die Integration von zwei Kameras sein. Unterwegs sollen Käufer bequem Fotos aufnehmen können. Daher wird sich die Facebook Smartwatch schnell vom Arm(band) abnehmen lassen und so zu einer Mini Go Pro.

Die Front-Kamera der Watch ist auf Videochats ausgelegt. Die Rückkamera wiederum kann in 1080p aufnehmen. Gemeinsam mit anderen Firmen sollen zusätzlich Zubehör-Produkte entwickelt werden. In zukünftigen Versionen der Uhr plant Facebook, dass sie als wichtiges Eingabegerät für eine neue Facebook-Augmented-Reality-Brille dient. Armbänder sollen in einem späteren Stadium die Handgelenk-Bewegungen von Nutzern steuern.

Das Gadget wird sich außerdem standalone über LTE verwenden lassen, Gesundheits- und Messenger-Funktion integriert haben. Wenn alle Facebook-Pläne aufgehen, könnte der Release im Sommer 2022 erfolgen. Die Uhr wird laut Insidern um 400 US-Dollar kosten. Infos zu einem möglichen Deutschland-Start und Preisen gibt es noch nicht, dafür ist die Informationslage zu unsicher.

Facebook legt Hand an seine neue Smartwatch.

Neue Konsole: Kurbel-Box statt Xbox 

Konkurrenz für die Xbox, die PS5 und die Nintendo Switch: Die Playdate ist ein "tiny new handheld", die Käufer mit witzigen Features anstatt guter Grafik überzeugen will. Zum Start bietet die Konsole 24 Spiele. Zwölf Wochen erhalten User je zwei neue Games. Kurios: Das Display ist auf die Anzeige von Schwarz-Weiß begrenzt, verzichtet auf Backlite, soll aber "super reflective" sein.

Navigiert wird mit einem Steuerkreuz, zwei Buttons und einer – aufgepasst – Kurbel an der Seite. Die Hardware ist leistungsstark für kleine Spiele. Die Playdate bietet immerhin Bluetooth- und WiFi-Anbindung. Der Akku soll bis zu acht Stunden durchhalten und kann per USB-C aufgeladen werden. Vorbestellungen für das Gadget starten im Juli. Der Preis liegt bei 179 Dollar. Für Entwickler wird ein eigenes SDK bereitgestellt: Damit lassen sich Playdate-Spiele für die Community entwickeln.

Auch Zubehör wird es geben. Neben einer gelben Hülle planen die Playdate-Macher ein Stereo-Dock, das die Playdate zu einem Bluetooth-Speaker macht, auf den sich Apple Music, Spotify und Co. streamen lassen. Preis und Startdatum für das Dock sind noch offen. Als Gimmick ist ein Pen Holder integriert, den bunten Stift gibt es gratis dazu. Gedacht ist das Dock für den Schreibtisch, damit die Playdate immer greifbereit ist, um zwischendurch ein wenig zu zocken.  

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Sony lässt die 9000-Euro-Drohne los

It's not a trick, it's a HighTech-Drohne. Sony hat ein neues Flugobjekt für professionelle Anwender in Unternehmen vorgestellt. Die Drohne namens Airpeak S1 mit einem Preis von 9.000 Dollar (günstiger wird es in Euro auch nicht!) richtet sich besonders an Filmemacher. Sie wurde geschaffen, um mit den eigenen Kameras zusammenzuspielen, wie unter anderem der Alpha 1.

Ein Gimbal und die Kamera müssen hinzugekauft werden. Als besonderes Verkaufsargument hebt Sony hervor, dass die Drohne Windgeschwindigkeiten von bis zu 20 Metern pro Sekunde aushalten kann und trotzdem stabil fliegt. Mit einer Top-Geschwindigkeit von etwa 90 km/h ist sie auch rasend schnell. Ohne Last reicht der Akku für 22 Minuten, beladen für etwa zwölf Minuten Flugzeit. Das Erstverkaufsdatum ist noch offen, Interessenten können sich hier schon in die Mailing-Liste eintragen.

Damit wünsche ich einen beflügelten Montag. Morgen schwingt sich an dieser Stelle wieder mein Kollege Jörg Heinrich in ungeahnte News-Höhen auf.

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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