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Neue alte App
Byte macht jetzt Tiktok Konkurrenz

2016 stellte Twitter die Kurzvideo-Plattform Vine ein und überließ das Feld Musica.ly, heute Tiktok. Jetzt ist Gründer Dom Hofmann zurück und greift mit Byte die Kurzvideo-Welt direkt an.  

Text: W&V Redaktion

10. Februar 2020

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Als "the next big thing" betitelte der damalige Twitter-CEO Dick Costolo die Kurzvideoapp Vine im Jahr 2012, nachdem die Social-Media-Plattform die Anwendung von den Gründern für rund 30 Millionen US-Dollar übernommen hatte.

Mittels Vine konnten User sechs Sekunden lange geloopte Filme mit Followern teilen. Anfang April 2013 erreichte Vine in den USA den ersten Platz der kostenlosen Apps im App Store. Anfang Juni 2013, unmittelbar vor der Veröffentlichung für Android, hatte Vine 13 Millionen Benutzer zu verzeichnen. Bis Ende August stieg die Nutzerzahl auf 40 Millionen an. Zu Spitzenzeiten seien es über 200 Millionen User gewesen, meldete das US-Magazin „The Atlantic“.

Dennoch stellte Twitter die App 2016 ein und räumte damit das Feld für Tiktok, damals noch Musica.ly. Diese startete dann so richtig durch, und das fand Vine-Mitgründer Dom Hofmann gar nicht toll.

Byte vs Bytedance

Er erklärte 2017, dass er einen Nachfolger für Vine baue. Der Start von Byte wurde nun am 25. Januar 2020 offiziell bestätigt:

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Innerhalb einer Woche zählte Byte bereits rund 1,3 Millionen Downloads und verdrängte TikTok vom ersten Platz der kostenlosen iOS-Charts. Das dürfte ganz nach Hofmanns Vorstellung sein. Der Name "Byte" ist wohl auch nicht zufällig gewählt. Die Tiktok-Inhaberfirma nennt sich Bytedance. Wie das wohl zu verstehen ist?

Erste Werbepartner an Bord

Mittelpunkt von Byte ist, wie bei Tiktok, das Erstellen von kurzen Loop-Videos. Außerdem können User Videos und Content Creator entdecken, denen sie folgen. Über ein Partnerprogramm soll es Geld für Video-Urheber geben.

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Während der Pilotphase des Partnerprogramms gehen 100 Prozent der Werbeeinnahmen an die Urheber, sagt das Unternehmen. Langfristig soll die Mehrheit der Einnahmen an die Urheber und eine Minderheit an Byte gehen, um das operative Geschäft zu unterstützen.

Für die erste Kampagne konnte Byte Nike als Werbepartner gewinnen:

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Autor: Katrin Ried

Ist Redakteurin im Marketingressort. Vor ihrem Start bei der W&V beschäftigte sie sich vorwiegend mit Zukunftstechnologien in Mobilität, Energie und städtischen Infrastrukturen. Für Techniktrends interessiert sie sich ebenso wie für Nachhaltigkeit, sozialen und ökologischen Konsum.

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