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TechTäglich
Captain Kirk: So war es im Weltraum

Heute in TechTäglich: Jeff Bezos schießt "Captain Kirk" William Shatner (90) Publicity-trächtig in den Weltraum – und lenkt damit kurzzeitig von seinen allzu irdischen Problemen bei Amazon ab.

Text: W&V Redaktion

14. Oktober 2021

Beam me up, Jeff! William Shatner hat es doch noch in den Weltraum geschafft.
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Captain Kirk: So war es im Weltraum

Unendlich waren die Weiten zwar nicht gerade, die William Shatner im Raumschiff New Shepard mit seiner vier Mann (und Frau) starken Besatzung am Mittwochabend eroberte. Denn nach einer gut zehnminütigen Spritztour in den Weltraum und drei bis vier Minuten Schwerelosigkeit war der einstige Darsteller des Captain Kirk schon wieder zurück auf der Erde. Trotzdem hat es der 90-Jährige mit über einem halben Jahrhundert Verspätung jetzt doch noch ins All geschafft – auch ohne die USS Enterprise. Shatner war als ältester "Astronaut" der Geschichte der Star des neuesten PR-Coups von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Und der Schauspieler war nach seiner Landung überwältigt: "Es ist unglaublich, wirklich unglaublich. Nach oben geschossen zu werden, die Schwerelosigkeit, all die kleinen Dinge. Das ist so viel größer als ich, größer als das Leben. Jeder Mensch sollte das einmal spüren."

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"Da oben, ist dort der Tod?"

Das wird allerdings nicht einmal Mega-Milliardär Bezos hinbekommen, der mit der Mission "Beam me up, Jeff!" kurzzeitig von seinen irdischen Problemen ablenken konnte, von katastrophalen Arbeitsbedingungen bei Amazon und von Dauerkritik an Neugier-Assistentin Alexa. Er nahm Shatner, der zusammen mit drei KollegInnen an den Rand des Alls in gut 100 Kilometer Höhe geflogen war, nach der Landung in Texas persönlich in Empfang. Der nach seinem Abenteuer noch recht wacklige Kanadier gab sich im Anschluss fast so philosophisch wie sein Alter Ego James Tiberius Kirk auf der Brücke der Enterprise, dokumentiert Forbes: "Da unten ist das Blau, und da oben das Schwarz. Da ist Mutter Erde und Trost, und dort ist – ist dort der Tod? Ist das die Art, wie der Tod ist? Und dann, Whoop, ist es schon wieder vorbei." Oder, wie Spitzohr-Commander Spock gesagt hätte: "Faszinierend!"

Das sind die weiteren Themen von TechTäglich am 14. Oktober 2021:


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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