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Facebook Mobile-Gaming-Report
Corona lässt mobilen Gaming-Markt rasant wachsen

Die Corona-Pandemie hat zu einem drastischen Anstieg an neuen Gamern geführt, wie der aktuelle Mobile-Gaming-Report von Facebook verrät. Für Marketer ergeben sich dadurch Möglichkeiten und Chancen.

Text: W&V Redaktion

8. Januar 2021

Für Marketer ergeben sich durch den globalen Gaming-Boom viele neue Möglichkeiten.
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Im November 2019 erschien der erste Gaming-Bericht von Facebook, nun erschien der Nachfolger. Seit 2019 hat sich am Gaming-Markt kaum überraschend jede Menge getan, denn Corona hat nicht nur die gesamte Welt sondern auch das Freizeitverhalten stark beeinflusst. Während Kinos oder Sportstätten schließen mussten, stieg die Anzahl der Menschen, die mobile Spiele spielten, aufgrund der Corona-Pandemie deutlich an. Für den Report wurden insgesamt 13246 in neun Ländern befragt, darunter die USA, UK, Frankreich, Südkorea und Deutschland. Eine Erkenntnis der Studie: Das Gaming-Publikum wuchs seit Ausbruch der Pandemie im März in den USA um 28 Millionen neue Spieler, in UK um 8,6 Millionen und in Deutschland um 6,5 Millionen beziehungsweise 25 Prozent. Im Schnitt spielen die Gamer in Deutschland etwa elf Stunden pro Woche, wobei die neuen Spieler mit 11,8 Stunden recht deutlich vor den vorhandenen Spielern liegen, die etwa zehn Stunden pro Woche mit Spielen verbringen. 

Rätselspiele besonders beliebt

Ganz vorn in der Beliebtheitsskala in Deutschland sind Rätsel, die von 24 Prozent der neuen und 33 Prozent der vorhandenen Spielern als beliebteste Spielekategorie genannt wurden. 33 Prozent der neuen Spieler bevorzugen Multiplayer-Spiele gegenüber Single-Player-Spielen und 50 Prozent spielen lieber im Team gegen andere als allein. Immerhin 29 Prozent der neuen Spieler chatten beim Spielen mit anderen, das tun nur 19 Prozent der vorhandenen Spieler. Und welches sind die wichtigsten Gründe für neue Spieler, mobile Spiele zu spielen? In Deutschland gaben hier 60 Prozent den Zeitvertreib an, dicht gefolgt vom Stressabbau mit 56 Prozent. 46 Prozent erleben beim Spielen ein Erfolgsgefühl und 36 Prozent tauchen in eine andere Welt ab. 38 Prozent der neuen Spieler sind bereit, für ihre Spiele Geld auszugeben, wobei die durchschnittlichen Ausgaben in Deutschland bei den neuen Spielern bei 32,45 US Dollar und bei den vorhandenen lediglich bei 17,21 US Dollar liegen. Beide Summen sind übrigens weltweit führend und liegen beispielsweise weit über dem, was in UK für das Gaming ausgegeben wird (16,42 US Dollar für neue Spieler und 4,20 US Dollar bei vorhandenen Spielern). 

Werbefinanzierte Games bevorzugt

Werbefinanzierte Gaming-Modelle und Spiele mit In-App-Käufen sind deutlich beliebter als gekaufte Spiele ohne Werbung oder gar solche, die gegen Monatsgebühr gespielt werden können. Bei den Gaming-Anzeigen möchten Nutzer in Deutschland dort vor allem das Gameplay wiederfinden. Was Marketer betrifft, so zieht Facebook aus den Ergebnissen des Reports die folgenden Schlüsse:

  1. Marketer sollten ihre Strategien und Aktivitäten neu ausrichten, um die neue Spielergruppe zu erreichen. Das kann zum Beispiel durch ein erweitertes Kampagnen-Targeting und eine interaktive Anzeigengestaltung geschehen.
  2. Spieler bevorzugen Games mit Werbung und In-App-Käufen. Das ist bei der Monetarisierung besonders zu berücksichtigen.
  3. Vor allem die neuen Spieler nutzen In-Game-Events und Out-of-Game-Aktivitäten. Das ergibt zahlreiche Möglichkeiten zur Nutzung in der Marketingstrategie.
  4. Storytelling spielt auch in mobilen Games eine immer größere Rolle und es sollte berücksichtigt werden, dass Menschen in Werbeanzeigen gerne Gameplay sehen.   
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