Anzeige

TechTäglich
Deutschland: Apps boomen wie nie zuvor

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit App-Umsätzen, die sich seit 2019 in Deutschland fast verdoppelt haben.

Text: W&V Redaktion

6. Oktober 2021

App nach oben: Die Umsätze gehen durch die Decke.
Anzeige

Deutschland: Apps boomen wie nie zuvor

Der Boom von Apps für Tablets und Smartphones hält in Deutschland unvermindert an. 2021 geben die Nutzer hierzulande 2,9 Milliarden Euro für die Programme aus. Dieses neue Rekordhoch prophezeit der Technikverband Bitkom. Damit hat sich der Umsatz binnen zwei Jahren nahezu verdoppelt. Im letzten Jahr wurden in Deutschland 2,3 Milliarden Euro mit Apps umgesetzt. 2019 lag der Umsatz noch bei 1,6 Milliarden Euro. "Gerade in der Corona-Krise haben die Menschen mehr Zeit mit ihrem Smartphone verbracht. Sie haben neue Apps ausprobiert und dabei auch mehr Geld ausgegeben – etwa, um mit kostenpflichtigen Online-Kursen fit zu bleiben, sich mit Spielen die Zeit zu vertreiben oder um neue Sprachen zu lernen", erklärt Sebastian Klöß von Bitkom.

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

In-App-Käufe haben die Nase vorn

Der Großteil der Umsätze mit Handyspielen, Lernprogrammen oder Büroanwendungen entfällt mit 74 Prozent auf In-App-Käufe innerhalb von Apps, deren Basisversion meist kostenlos ist. Die Nutzer testen also gerne zunächst 0-Euro-Apps – um dann bei Gefallen Geld dafür auszugeben. Apps, bei denen schon der Download kostenpflichtig ist, sind demnach weniger beliebt. Auch wenn die In-App-Käufe gerade im Spielebereich oft nervig und überteuert sind, begrüßt Bitkom diese Entwicklung prinzipiell: "Für Verbraucher kann sich das lohnen: Ausgewählte Inhalte gegen eine geringe Gebühr freizuschalten, kann deutlich günstiger sein als der Kauf eines teureren Komplettpakets."

35 Euro pro Bundesbürger für Apps

Lediglich jeder zehnte Euro entsteht durch den Kauf eines grundsätzlich kostenpflichtigen Programms. 2,5 Milliarden von insgesamt 3,3 Milliarden heruntergeladenen Apps entfallen 2021 auf Android, und nur knapp 800.000 auf iOS – dessen Nutzer aber wesentlich ausgabefreudiger sind. Genau genommen sorgen Apps sogar noch für deutlich höhere Umsätze. Denn Kosten für Abonnements etwa für Video- oder Audiostreaming wie bei Netflix und Spotify sind in der Bitkom-Statistik gar nicht vertreten. Rechnerisch gibt jeder der rund 83,1 Millionen Menschen in Deutschland dieses Jahr 35 Euro für Apps aus.

Das sind die weiteren Themen von TechTäglich am 6. Oktober 2021:


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

Anzeige