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Social Buzz
Die Viral-Tops und Flops des Jahres 2020

Nachdem die Zahl der Touchpoints 2020 durch den Lockdown reduziert war, kam es umso mehr auf die Performance im Netz und in den Sozialen Medien an. Nintendo hängte 2020 alle anderen ab.

Text: W&V Redaktion

13. Januar 2021

Die Viral-Tops und Flops des Jahres 2020.
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Der Videospiel- und Konsolenhersteller Nintendo ist im vergangenen Jahr erstaunlich gut durch die Krise gekommen, auch wenn es zwischenzeitlich Lieferengpässe gab. Ihm gelang es, sein Markenimage auch im Netz zu festigen. Nintendo präsentierte sich als viralste Marke 2020, so die Ergebnisse einer Studie von Faktenkontor und dem Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF). Sie analysierte Beiträge und Erwähnungen von Unternehmen und Marken auf deutschsprachigen Nachrichtenseiten, in Foren, Blogs, Pressemitteilungen und Social-Media-Kanälen. Dabei ging es nicht alleine um Häufigkeit, sondern auch um die Tonalität.

Apple rangiert nach Nintendo auf Platz zwei. Den dritten Platz sicherte sich der Discounter Lidl, der mit einer starken Digital-Kampagne erfolgreich bei jungen, online-affinen Nutzern war.

"Digitale Unternehmen mit Consumer-Focus haben in der Corona-Krise stark profitiert", sagt Roland Heintze, Geschäftsführender Gesellschafter bei Faktenkontor. "Dabei ist Viralität der Gold-Standard der Online-Kommunikation, über wen gut gesprochen wird, der verkauft auch gut."

Bei den Marken mit der höchsten Viralität liegen Nintendo und Apple ganz vorne, beide Konzerne werden besonders positiv wahrgenommen. Die Zahl der Fundstellen, also etwa Internetseiten oder Social Media Posts, die sich um den Tech-Giganten drehen, inklusive aller Interaktionen wie Kommentare, Likes und Verlinkungen, ist bei Apple noch höher als bei der Konkurrenz. In der Studie wurden aber jeweils positive und negative Beiträge und Interaktionen gegengerechnet. Bei diesem Tonalitätssaldo schneidet Nintendo am besten ab.

Aber auch Unternehmen, die häufig in der Kritik stehen, wie Amazon und Huawei sind unter den Top zehn zu finden, wenn es um ein überwiegend positives Echo im Netz geht. Ebenfalls unter die besten zehn schaffen es Mercedes, Zara, Vorwerk Thermomix, Samsung und Audi.

Zu viele negative Kommentare

Anderen Unternehmen gelingt es nicht, ihre Popularität im Netz ins Positive zu drehen. Der Tonalitätssaldo rutscht ins Negative. Die Lufthansa und die Deutsche Bahn mussten im Corona-Krisenjahr nicht nur enorme finanzielle Einbußen hinnehmen. Auch ihr Ruf im Netz litt. Wenn ihre Markennamen sich im vergangenen Jahr im Internet verbreiteten, dann überwiegend mit eher negativen Aussagen verknüpft. Nur das skandalbehaftete, mittlerweile insolvente Unternehmen Wirecard schneidet noch schlechter ab.

So entstand die Studie "Virale Marken 2020"

Knapp 17.000 Marken und Unternehmen waren Teil der Untersuchung im Zeitraum Januar bis September 2020. Nachrichtenseiten, Webseiten, Foren, Blogs, Pressemitteilungen, Consumer-Seiten und Social-Media-Kanäle wurden untersucht.

Dafür haben die Forscher eine zweistufige Social-Listening-Analyse durchgeführt. Im ersten Schritt werden die Daten erhoben. Der Studienpartner Ubermetrics Technologies hat dabei sämtliche deutschsprachige und frei zugängliche Online-Texte, die in diesem Kontext relevant sind, in einer Datenbank zusammengefasst. In die abschließende Analyse wurden die 100 Marken mit den meisten Nennungen und Interaktionen wie Kommentare, Likes und Verlinkungen einbezogen. Insgesamt kommen diese Marken auf knapp 100 Millionen Beiträge und Interaktionen im Erhebungszeitraum, die im zweiten Schritt an die Big-Data-Spezialisten Beck et al. Services übermittelt wurden. Mithilfe von künstlicher Intelligenz konnten die Beiträge in einer Sentiment-Analyse im Hinblick auf eine positive, neutrale oder negative Tonalität geordnet werden.


Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 

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