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Prozessoptimierung für KMUs
Dinos werben für digitale Buchhaltung

Ob Reisekosten, Firmenkreditkarten oder Porto – die Abrechnung in Unternehmen ist oft ein mühsamer analoger Prozess. Fintech-Startup Spendesk will das ändern und wirbt zum Deutschlandstart mit Dinosauriern.

Text: W&V Redaktion

9. März 2020

Keine Zettelwirtschaft mehr dank digitaler Abrechnung
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Trotz allen digitalen Fortschritts tun sich viele Unternehmen schwer mit der Digitalisierung ihrer internen Abrechnungsprozesse. Laut einer Yougov-Umfrage unter 600 Angestellten in Finanzabteilungen in Berlin, London und Paris haben nur etwa die Hälfte der Befragten in Deutschland volle oder gute Übersicht über die Ausgaben in ihrem Unternehmen (53 Prozent). Ein Fünftel gab an, überhaupt keine Übersicht zu haben. CFOs, Controller und Buchhalter fühlen sich festgefahren mit manuellen Prozessen und veralteter Software.

Mit einer Digitalisierung der bisher größtenteils analog ablaufenden Prozesse will das französische Fintech-Startup Spendesk das ändern und die Ausgabenverwaltung in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) vereinfachen. Personio und Flixbus beispielsweise zählen zu den Kunden des Startups aus Paris.

Start in Deutschland

Seinen Deutschlandstart bewirbt Spendesk ab 9. März mithilfe der Londoner Kreativagentur Design Studio und der Digitalagentur TUG mit großflächigen Werbeanzeigen an Berliner Plätzen und Bahnhöfen. Dabei wird bewusst auf Produktbilder verzichtet: Hauptprotagonisten sind gestresste Comic-Dinosaurier, die bei ihren Finanzen ins Schwitzen kommen.

Altertümliche Abrechnungsprozesse sollen mit der Plattform der Vergangenheit angehören.

"Anstatt das hundertste Plakat mit einer Kreditkarte und einem Smartphone zu zeigen, erzählen wir die Geschichte einer längst überfälligen Evolution", sagt Stephanie Bowker, Head of Marketing bei Spendesk. Den Dinosaurier-Motiven stehen zufrieden dreinblickende "moderne" Menschen gegenüber, die die Lösung von Spendesk nutzen. Die Botschaft: Sei kein Dinosaurier.

Die Kampagne "Evolution" umfasst neben einer vierwöchigen Out-of-Home-Präsenz in Berlin auch diverse digitale und Social-Media-Maßnahmen, die bis Ende Mai laufen werden. Plakate in Paris und London sind für Ende März/Anfang April geplant. Die digitalen Kampagnen in Frankreich und UK laufen ab 16. März bis Ende Mai.

Abrechnung per Klick

"Wir wollen das Bezahlen am Arbeitsplatz so einfach machen wie im Privatleben", sagt Gründer und CEO Rodolphe Ardant. "Anbieter wie N26 haben den Alltag vieler Menschen schon stark vereinfacht – aber die meisten Unternehmen managen ihre Ausgaben immer noch so, als wäre es 1995. Geteilte Firmenkreditkarten, manuelle Reisekostenabrechnungen und die berüchtigte Portokasse sind nur einige Beispiele. Das wollen wir ändern", sagt Ardant.

Spendesk bietet virtuelle und physische Karten als Zahlungsmethoden, kombiniert mit "intelligenten" Freigabeprozessen für Käufe. Zahlungsbelege können automatisch per App gesammelt und weiterverarbeitet werden, auch die Rechnungsverwaltung erfolgt komplett digitalisiert. Finanzteams haben Zugriff auf Echtzeit-Analysen aller Ausgaben.

Wachstumsmarkt Deutschland 

In einer Finanzierungsrunde konnte Spendesk kürzlich 35 Millionen Euro einsammeln. Damit soll vor allem das internationale Wachstum vorangetrieben werden, mit Fokus auf den deutschen Markt. Für die neu gegründete Spendesk GmbH in Berlin soll in den nächsten Monaten ein Team von 30 bis 50 Mitarbeitern aufgebaut werden.

"Deutschland ist aktuell der am schnellsten wachsende Markt für uns mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 500 Prozent", erklärt Ardant. "Die Nachfrage nach einer modernen Lösung für das Ausgabenmanagement ist besonders hoch, da viele traditionelle Prozesse sehr umständlich sind und auch nicht wirklich sicher."


Autor: Katrin Ried

Ist Redakteurin im Marketingressort. Vor ihrem Start bei der W&V beschäftigte sie sich vorwiegend mit Zukunftstechnologien in Mobilität, Energie und städtischen Infrastrukturen. Für Techniktrends interessiert sie sich ebenso wie für Nachhaltigkeit, sozialen und ökologischen Konsum.

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