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Online-Shopping-Boom
E-Commerce-Umsatz erreicht neuen Höchststand

Der deutsche Onlinehandel befindet sich auf der Überholspur. Kein Wunder, schließlich bestellt inzwischen jeder dritte Onlinekäufer mehrmals in der Woche im Internet - Tendenz steigend. 

Text: W&V Redaktion

21. Januar 2020

Eine Verbraucherstudie zeigt, dass eine von drei Bestellungen heute über Smartphones und Tablets getätigt wird.
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Immer häufigere Online-Bestellungen und ein deutlich gestiegenes Bestellvolumen über Mobilgeräte haben den Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce auf 72,6 Milliarden Euro getrieben. Das entspricht einem satten Plus von 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Der Gesamtumsatz mit Waren sowie Dienstleistungen im Interaktiven Handel, der neben Onlineverkäufen auch schriftliche und telefonische Bestellungen enthält, erreichte 94 Milliarden Euro.

Eine von drei Bestellungen erfolgt über Smartphones und Tablets

Aus den Daten der größten E-Commerce-Verbraucherstudie Deutschlands im Auftrag des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel (bevh) ist ersichtlich, dass eine von drei Bestellungen heute über Smartphones und Tablets erfolgt. Vor fünf Jahren waren es nicht einmal 20 Prozent. Die hohe Zahl an Bestellungen insgesamt ist auch darauf zurückzuführen, dass Händler und Zusteller in der Wahrnehmung der Kunden noch besser geworden sind. 94,5 Prozent der Befragten äußerten sich mit ihrem Onlineeinkauf sehr zufrieden oder zufrieden. "Deutschlands Onlinehandel ist auf der Überholspur. E-Commerce wird immer effizienter und die Händler sind für weiteres Wachstum gut gerüstet", sagt Gero Furchheim, Präsident des bevh und Sprecher des Vorstands der Cairo AG. "Die Steigerung der Kundenzufriedenheit in einem erneuten Wachstumsjahr hat dies eindrucksvoll gezeigt."

Multichannel-Versender haben die Nase vorn

Am Wachstum hatten alle Versendertypen Anteil. Deutlich vorne lagen im Jahr 2019 die Multichannel-Versender, die in Summe mit 13 Prozent zulegen konnten. Dabei wuchsen die Onlineshops der stationären Händler mit 8,2 Prozent deutlich unter dem Marktniveau. Anbieter, die ein Katalogangebot mit dem Onlinehandel verknüpften, legten demgegenüber um 18,1 Prozent zu. Online-Pureplayer und Marktplätze legten mit jeweils 10,7 Prozent beziehungsweise 10,8 Prozent fast gleich stark zu. An der Verteilung des Umsatzes ändert sich dadurch fast nichts: Wie im Vorjahr entfallen 47 Prozent der Umsätze auf Online-Marktplätze, 35 Prozent auf Multichannel-Anbieter und 15 Prozent auf Internet-Pure-Player.

Online-Handel macht erstmals fast 99 Prozent des Interaktiven Handels aus

Im vierten Quartal 2019 hat der E-Commerce allein erstmals mit brutto 22 Milliarden Euro deutlich mehr als 20 Miliarden Euro in einem Quartal umgesetzt. Der gesamte Interaktive Handel in Deutschland erreichte mit 22,3 Milliarden Euro wenig mehr. Der Online-Handel machte erstmals fast 99 Prozent des Interaktiven Handels aus. Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh: "Das Rekordjahr 2019 hat gezeigt: Das digitale Geschäft ist der Motor des Handels und Plattformen werden mehr und mehr zum Betriebssystem der gesamten Wertschöpfungskette. Einzel- und Großhandel werden digital oder verschwunden sein." Auf Basis der guten Geschäftsergebnisse von 2019 erwartet der bevh in diesem Jahr für den E-Commerce weiteren Zuwachs.

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