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Strategie
Ebay erlöst mehr als 4 Mrd. Dollar für Ticketbörse Stubhub

Ebay will sein Portfolio bereinigen und hat sich daher entschlossen, die Ticketbörse Stubhub an Viagogo zu verkaufen. Dort sitzt mit Eric Baker einer der Co-Founder von Stubhub.

Text: W&V Redaktion

25. November 2019

Ebay räumt auf.
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Die Online-Handelsplattform Ebay verkauft ihre Internet-Ticketbörse Stubhub für 4,05 Milliarden Dollar (3,68 Mrd Euro) an deren Schweizer Rivalen Viagogo. Eine entsprechende Einigung gaben die Unternehmen am Montag bekannt. Der Deal soll bis Ende des ersten Quartals 2020 abgeschlossen werden, muss dafür aber noch von Aufsichtsbehörden genehmigt werden. Viagogo - der nach eigenen Angaben weltweit führende Online-Ticket-Marktplatz für Sport-, Musik- und Unterhaltungs-Events - will den Kaufpreis komplett bar zahlen.

Ebay veräußert den Geschäftsbereich unter dem Druck einflussreicher Hedgefonds, die zur Erhöhung des Aktienwerts schon länger eine Aufspaltung des US-Konzerns forderten. Neben dem Verkauf von Stubhub hatten die Finanzinvestoren Elliott Management und Starboard Value auch auf die Trennung von Ebays Classifieds-Sparte gedrängt. Hierzu gehören die deutschen Angebote Ebay Kleinanzeigen und mobile.de.

Im September war Ebays Vorstandschef Devin Wenig im Zuge der Auseinandersetzung mit den Hedgefonds zurückgetreten. Finanzchef Scott Schenkel übernahm übergangsweise die Führung. Der Deal mit Viagogo sei ein "großartiges Ergebnis", von dem Aktionäre langfristig profitieren dürften, erklärte dieser nun. An der Börse kam der Stubhub-Verkauf gut an, Ebays Aktien stiegen zunächst kräftig.

Eric Baker, Gründer und CEO von Viagogo, hatte noch zu Studienzeiten Stubhub mitgegründet, verließ das Unternehmen aber, bevor es 2007 für 310 Millionen Dollar an Ebay verkauft wurde. "Es ist seit langem mein Wunsch, die beiden Unternehmen zu vereinen. Ich bin so stolz darauf, wie Stubhub im Laufe der Jahre gewachsen ist und freue mich über die Möglichkeiten für unsere gemeinsame Zukunft", sagte Baker. "Die Zusammenführung dieser beiden Unternehmen schafft eine Win-Win-Situation für die Fans - mehr Auswahl und bessere Preise."

am/mit dpa

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