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TechTäglich
Energiesparen im Smart Home: So geht’s

Heute in TechTäglich: Mit smarten Heizkörper-Thermostaten lassen sich 30 bis 40 Prozent Energiekosten sparen. Und noch eine gute Nachricht: 2022 kommt endlich der gemeinsame Smart-Home-Standard "Matter".

Text: W&V Redaktion

3. November 2021

So soll die Zukunft aussehen: Alle Smart-Home-Geräte miteinander vernetzt.
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Energiesparen im Smart Home: So geht’s

Angesichts explodierender Energiepreise sind smarte Heizkörper-Thermostate momentan besonders interessant. Mit ihnen lassen sich laut der Hersteller 30 bis 40 Prozent Heizkosten sparen. Je älter ein Gebäude ist, desto größer wird das Potential. Das Eve Thermo aus München, das in Apple-Umgebungen läuft und ohne Zusatzgerät zur Steuerung ("Bridge") auskommt, kostet rund 65 Euro. Konkurrent Tado, ebenfalls aus München, braucht für sein System (Apple oder Android) eine Bridge. Das Tado-Starterkit V3 mit einem Thermostat und Bridge gibt es für 125 Euro. Bei der Telekom kosten drei Thermostate plus Bridge 180 Euro.

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Für jeden Heizkörper geeignet

Die Thermostate passen an praktisch jeden vorhandenen Heizkörper. Notfalls liegen Adapter bei. Die Installation dauert auch für Laien nur gute fünf Minuten, wie jetzt der W&V-Test des Eve Thermo gezeigt hat: Zunächst altes Thermostat abschrauben. Dabei tritt kein Wasser aus, weil nur das Ventil freigelegt wird, das künftig das smarte Thermostat mit seinem Motor regelt. Anschließend kommt das batteriebetriebene neue Thermostat drauf und wird per App in Betrieb genommen – fertig. Tipp aus eigener Erfahrung: Wenn das Eve Thermo nicht perfekt sitzt und wackelt, einfach ein 2-Cent-Stück mit einlegen, dann passt’s. So lässt sich die Heizung smart steuern. Sie hält dann immer die Wunschtemperatur zu den Wunschzeiten und schaltet sich beispielsweise automatisch ab, wenn der Nutzer das Fenster öffnet oder das Haus verlässt.

Geld sparen mit dem smarten Thermostat: Die Installation dauert nur wenige Minuten.

Die smarte Zukunft

Im ersten Halbjahr 2022 startet der neue Smart-Home-Standard "Matter", auf den sich rund 200 Hersteller geeinigt haben, darunter alle wichtigen Anbieter wie Amazon, Google, Ikea, Apple und auch Eve. Dann verstehen sich endlich alle Geräte untereinander, zum Beispiel beliebige Thermostate und Fenstersensoren. Eve-Chef Jerome Gackel: "Da werden Mauern niedergerissen." Die Firmen versprechen, dass jetzt schon vorhandene Ausstattung per Update möglichst so aktualisiert wird, dass sie künftig auch mit Matter funktioniert. Zweite wichtige Neuheit ist dabei der Funkstandard "Thread", der alle Geräte miteinander verbindet. Wer sich jetzt Smart-Home-Technik zulegt, sollte deshalb nachfragen, ob seine Wunschgeräte künftig auch Matter und Thread unterstützen. Bei Top-Herstellern ist das in aller Regel der Fall.

Das sind die weiteren Themen von TechTäglich am 3. November 2021:


Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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