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Coronakrise
Facebook stützt Europas Medien mit Millionen-Fonds

Mark Zuckerberg bemüht sich, den kriselnden Medienhäusern zu helfen und finanziert einen Corona-Hilfsfonds für Verlage. Jetzt wird das Programm auch auf europäische Medien ausgeweitet.

Text: W&V Redaktion

9. April 2020

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Facebook bringt drei Millionen Dollar (2,75 Millionen Euro) in einen Hilfsfonds für von der Coronavirus-Krise betroffene europäische Medien ein. Das Geld soll kleineren und mittelgroßen Medienunternehmen zugutekommen, wie das Online-Netzwerk und das European Journalism Centre (EJC) mitteilten.

Das gemeinnützige EJC wird die Anträge bewerten und die Mittel in Beträgen von 5000 bis 50.000 Euro zuteilen. Der Prozess solle angesichts der aktuellen Lage eher Wochen statt Monate in Anspruch nehmen, sagte Facebook-Manager Jesper Doub, der für Medienpartnerschaften in Europa zuständig ist. Weltweit gibt Facebook an die 100 Millionen Dollar an Hilfe für Publisher aus.

Medienunternehmen machen aktuell unter anderem Ausfälle bei den Werbeeinnahmen massiv zu schaffen. Der Fonds soll deshalb verschiedene Arten von Unterstützung bereitstellen. Es könne dabei zum Beispiel um Hilfe zur Vergrößerung der Reichweite mit einem E-Mail-Newsletter, Innovationsprojekte oder auch direkt um Geld für die Bezahlung freier Mitarbeiter gehen, sagte Doub. Die Anträge sollen vom 16. April an eingereicht werden können.

Dabei will das EJC jeweils 5000 Euro für kurzfristige Projekte zuteilen. Um dringende wirtschaftliche Bedürfnisse abzudecken, können Medienunternehmen 10.000 oder 25.000 Euro beantragen. 50.000 Euro soll es hingegen für technologische Innovationen oder umfassende Projekte zur Berichterstattung über die Corona-Krise geben. Dabei könne es zum Beispiel um Datenjournalismus-Projekte oder das Schließen von Lücken in lokaler TV-Berichterstattung gehen, hieß es.

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