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Mehr Transparenz
Google-Werbekunden müssen sich verifizieren

Um kriminellen Akteuren das Geschäft zu erschweren, müssen sich Google-Werbekunden künftig ausweisen und Dokumente zur Unternehmensgründung vorlegen. Die Umsetzung dürfte aber Jahre dauern.

Text: W&V Redaktion

24. April 2020

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Alle Werbungtreibenden müssen künftig ein ausführliches Verifizierungsprogramm durchlaufen, kündigt Google in seinem Ads Blog an. Anzeigenkunden werden sich einer Identitätsprüfung unterziehen und sich ausweisen müssen. Außerdem müssen Dokumente zur Unternehmensgründung oder andere Informationen vorgelegt werden, die unter anderem belegen, in welchem Land sie tätig sind.

Mit der Änderung ist auch verbunden, dass künftig bei jeder Anzeige eine Information über den Inserenten aufgeführt ist. Dies soll zu mehr Transparenz führen und kriminellen Akteuren das Handwerk erschweren.

Manipulationsvorwürfe im Präsidentschaftswahlkampf

Bei politischer Werbung hat Google das Verifizierungsprogramm schon 2018 gestartet, nachdem es nach der letzten US-Präsidentschaftswahl zu massiven Manipulationsvorwürfen kam. Facebook, Google und Twitter mussten sich vor dem US-Kongress dafür verantworten, dass sie russische Einmischung in den Wahlkampf geduldet hätten.

Die Ausweitung des Programms auf sämtliche Werbekunden startet in den USA ab sofort. In den kommenden Jahren soll die Verifizierung dann nach und nach in allen Ländern eingeführt werden.


Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.

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