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Umsätze Q2
Huawei übernimmt die Spitze im Smartphone-Markt

Premiere im Smartphone-Markt: Erstmals hat Huawei Samsung übertrumpft und konnte mehr Handys in einem Quartal ausliefern als die Konkurrenz. Grund ist der starke Marktanteil in China.

Text: W&V Redaktion

31. Juli 2020

Huawei profitiert von der Erholung in China.
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Der chinesische Huawei-Konzern ist nach Berechnungen von Marktforschern ungeachtet des Drucks durch US-Sanktionen erstmals zur Nummer eins im Smartphone-Markt geworden. Huawei profitierte im vergangenen Quartal von der starken Position im Heimatmarkt, während die Verkäufe beim langjährigen Marktführer Samsung in der Corona-Krise einbrachen.

Insgesamt sackte der Umsatz mit Smartphones um 15,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ab. Ausgeliefert wurden knapp 280 Millionen Geräte (Q2 2019: 332 Millionen). Trotz der  prekären Lage gelang es Apple, seine Auslieferungen um 13,1 Prozent zu steigern - dank der Modelle iPhone 11 und iPhone SE. Letzteres wurde im April gelauncht.

Huawei schlägt Samsung

Erstmals zieht Huawei an Samsung vorbei. Die chinesische Marke konnte 55,8 Millionen Geräte verkaufen, Samsung kam auf 54,3 Millionen. Aufgrund der Erholung in China gingen die Auslieferungen von Huawei im Vergleich zu den 58,7 Millionen, die das Unternehmen im zweiten Quartal 2019 auslieferte, nur um 4,9 Prozent zurück.

Bei Samsung hingegen gingen die Auslieferungen im Jahresvergleich um 27,7 Prozent zurück. Viele der wichtigsten Märkte von Samsung waren erheblich von COVID-19 betroffen, insbesondere die Schwellenländer, auf die mehr als 70 Prozent der Gesamtauslieferungen von Samsung im Jahr 2019 entfielen. Gleichzeitig hat Samsung keinen großen Marktanteil in China, so dass das Unternehmen nicht von der dortigen Erholung profitieren konnte.

Das sind die Gesamtzahlen laut Omdia:

Smartphone-Marktzahlen


Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 

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