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Strategie
Hugo Boss hat ambitionierte Pläne fürs Digitalgeschäft

Bislang spielte das Onlinegeschäft nur eine marginalisierte Rolle in der Strategie von Hugo Boss. Doch das soll sich jetzt ändern - den letzten Ausschlag zur massiven Expansionsstrategie gab die Corona-Pandemie.

Text: W&V Redaktion

1. Juli 2020

Hugo Boss setzt nicht nur auf den eigenen Shop, sondern auch auch Plattformen wie Zalando und JD.com
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Der Modehändler Hugo Boss will sein Onlinegeschäft deutlich ausbauen. Bis 2022 soll der Onlineumsatz von 151 Millionen 2019 auf mehr als 400 Millionen Euro steigen, teilte Hugo Boss am Mittwoch in Metzingen mit. Dies soll sowohl über den eigenen Onlineshop als auch über das Konzessionsgeschäft mit Partnern erreicht werden.

"Die wachsende Bedeutung des Onlinegeschäfts ist 2020 noch deutlicher geworden. Unsere Branche ist mit einer noch nie dagewesenen Situation konfrontiert und das Einkaufsverhalten der Kunden verlagert sich zunehmend von stationär auf online", erläuterte der für das E-Commerce-Geschäft verantwortliche Manager Matthew Dean mit Blick auf die Corona-Pandemie.

Hugo Boss will daher sein bislang eher maues Internetgeschäft ausbauen. Die Onlineumsätze machen derzeit nur einen Bruchteil der Erlöse bei Hugo Boss aus. So erwirtschaftete der Konzern 2019 einen Umsatz von insgesamt knapp 2,9 Milliarden Euro.

Derzeit lässt sich in 15 Märkten, darunter die USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und China, via hugoboss.com bestellen. Noch bis August 2020 sollen 24 neue Märkte hinzukommen.

Im zweiten Quartal sei das eigene Onlinegeschäft erneut stark gestiegen, hieß es weiter. Es werde dabei das elfte Quartal in Folge mit deutlich zweistelligem Wachstum sein. Hugo Boss will seine Zahlen für die Monate April bis Juni am 4. August vorlegen.

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