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BlockadeEr
Kontosperre: Facebook stellt Donald Trump kalt

Mark Zuckerberg verweigert dem noch amtierenden US-Präsidenten Donald Trump den Zugriff auf seine Facebook- und Instagram-Konten. Er wolle die Plattform nicht missbrauchen lassen für antidemokratische Zwecke.

Text: W&V Redaktion

7. Januar 2021

Zuckerberg blockiert Trump, weil er die Plattform für Gewaltaufrufe gegen eine demokratisch gewählte Regierung missbraucht.
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Facebook wird den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump bis auf Weiteres sperren. Trumps Konten bei dem Online-Netzwerk und auch bei der Fotoplattform Instagram sollten für mindestens zwei Wochen beziehungsweise bis zur Machtübergabe an Nachfolger Joe Biden blockiert bleiben, wie Facebook-Chef Mark Zuckerberg am Donnerstag ankündigte. Zunächst hatte Facebook Trump nur für 24 Stunden gesperrt.

Auslöser für die Sperren waren Trumps Beiträge zum Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol in Washington am Mittwoch. Dazu gehörte ein Video, in dem der Präsident seine Anhänger zwar zum Rückzug aus dem US-Parlamentsgebäude aufrief - aber zugleich abermals unbelegte Behauptungen über angeblichen Wahlbetrug wiederholte. Auch zeigte er Sympathie für die Angreifer: "Wir lieben Euch. Ihr seid sehr besonders."

In einem weiteren Beitrag auf den Plattformen schrieb Trump: "Das sind Dinge und Ereignisse, die passieren, wenn ein heiliger Erdrutschsieg so unvermittelt und gemein" gestohlen werde. Trumps Anhänger hatten das Parlamentsgebäude in Washington erstürmt, während dort Beratungen zur Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden liefen.

Twitter hatte Trump wegen dieser Beiträge für zunächst zwölf Stunden blockiert - und drohte mit einer dauerhaften Sperre bei weiteren Verstößen gegen die Regeln.

Trumps hatte mit seinem Verhalten und seiner Rede Öl ins Feuer gegossen. Das sahen auch viele Promis so. Bei den Ausschreitungen kam es zu vier Todesfällen. Die journalistische Berichterstattung war eingeschränkt, auch deutsche Reporter in Gefahr.

Zuckerberg schrieb in einem sehr persönlichen Facebook-Eintrag: "Die schockierenden Ereignisse der vergangenen zwölf Stunden zeigten klar, dass Präsident Donald Trump seine verbleibende Amtszeit dafür nutzen will, die friedliche und legitime Machtübergabe an seinen gewählten Nachfolger Joe Biden zu untergraben." Das ändere die Situation für Facebook, da die Plattform für die Anstiftung zur gewaltsamen Aufruhr gegen eine demokratisch gewählte Regierung missbraucht werde.

 

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