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Kolumne
Mach mal Pause: Auch Gründer brauchen Urlaub

Nico Lumma und Christoph Hüning vom Next Media Accelerator beschäftigen sich mit Themen und Menschen, über die man im Laufe der Woche sprechen sollte. Diesmal: Startups und echte Auszeiten

Text: Anonymous User

20. Juli 2020

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Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres hieß es früher (also vor Corona) in den einschlägigen Anzeigen der Reiseindustrie. Und auch wenn das eine traurige Sache wäre, dass nämlich die anderen 45-50 Wochen des Jahres nicht so schön sind wie diese besonderen zwei bis vier, so brauchen doch auch Gründer*innen ihren Urlaub wie jede andere auch.

In den Berichten über Startups und Gründer*innen gibt es noch immer die Erzählungen von durchgearbeiteten Nächten oder Wochenenden, an denen dann die kreative Idee entstanden ist (oder auch entstanden sein soll). Und ja, diese Stories gibt es auch bei Unternehmensberater*innen, Werber*innen und Banker*innen. Aber das macht es nicht besser, im Gegenteil. Und gegenüber den anderen Berufsgruppen kommt bei Gründer*innen erschwerend hinzu, dass zumeist die Unsicherheit höher ist und das Gefühl, sich einen Urlaub weder zeitlich noch finanziell leisten zu können, dominiert. Die Erwartungshaltung der Investor*innen trägt sicherlich auch zu diesem Gefühl bei. Dies erzeugt einen Kreislauf, aus dem es schwierig ist, auszubrechen.  

Zahlreiche Studien belegen dabei, wie wichtig Auszeiten für Körper und Geist sind. Und während "Mental Health" auf der einen Seite bereits ein relevanter Trend ist, den Startups als Geschäftszweig entdeckt haben, versäumen es gerade Startup-Teams, rechtzeitig an sich selbst zu denken. Und das kann fatale Folgen haben, denn wenn die Gründer*innen eines Startups ausfallen, hängen häufig die Existenz der Firma inklusive der relevanten Arbeitsplätze mit dran.

Was heißt das konkret für die persönliche Planung? Die ständige Erreichbarkeit via Smartphone ist allgegenwärtig. Und während es immer wieder Ratgeber gibt, wie wichtig es ist, im Urlaub komplett abzuschalten, können und wollen die meisten von uns ihr Smartphone nicht ausstellen, weil ja auch der Instagram Feed mit den Urlaubsbildern dort läuft und private Konversationen gleichberechtigt und auf denselben Plattformen stattfinden wie die berufliche Kommunikation. Daher sollte jeder Urlaub gut vorbereitet werden, denn Entspannung stellt sich nicht immer von alleine ein.

Am Ende muss jede*r für sich selber entscheiden, wie viel Abstand vom Job notwendig ist, um Erholung zu finden. So waren auch wir überrascht, mit welcher Konsequenz sich unsere Portfolio-Unternehmen aus Skandinavien regelmäßig für vier Wochen im Sommer abmelden. Aber es macht Sinn: Wenn eh alle urlauben, können auch Gründer*innen besser entspannen. 

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Autor: W&V Redaktion

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