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Brand Safety
Marken schmieden in Davos Allianz für sichere Inhalte

Die "Global Alliance for Responsible Media", zu der Großkonzerne wie Procter & Gamble, Agenturen und Medienplattformen wie Facebook und Google zählen, wird gegen schädliche Inhalte im Web aktiv.

Text: Anonymous User

24. Januar 2020

P&G-Marketingchef Marc Pritchard sieht die Zeit reif für eine Media-Supply-Chain, die für das Jahr 2030 gebaut sei
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Bündnis gegen gefährliche Online-Inhalte: Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat die neue "Global Alliance for Responsible Media" erstmals ein Maßnahmenpaket vorgestellt, das verhindern soll, dass Werbung im Umfeld schädlicher Online-Inhalte platziert wird. Zu dem Zusammenschluss zählen große Markenunternehmen wie Unilever, Nestlé oder Procter & Gamble sowie Medienplattformen wie Facebook, YouTube, Google oder NBC Universal.

"Die digitale Revolution hat der Gesellschaft, den Konsumenten und den Unternehmen jede Menge Vorteile gebracht", resümiert Luis Di Como, EVP Global Media bei Unilever, gegenüber dem Branchendienst Adweek. "Doch gleichzeitig gibt es schwarze Schafe, die daraus ihren Vorteil ziehen. Deswegen schlagen wir uns mit Themen wie Fake News, Fraud, Datenschutzproblemen sowie einer großen Masse an unangemessenen und schädlichen Inhalten im Web herum."

Wie die Organisation enthüllte, wurden allein zwischen Juli und September 2019 auf Facebook, Instagram und YouTube 620 Millionen Inhalte entfernt, bevor die große Mehrheit der Nutzer sie zu sehen bekam. Dennoch schafften es rund 9,2 Millionen Inhalte, an den Sicherheits-Tools vorbei an die Öffentlichkeit zu gelangen. Und damit gelangten auch Werbegelder in die Kassen von skrupellosen Betrügern.

Der Aktionsplan sieht drei Stufen vor: Zuerst sollen einheitliche Definitionen aufgestellt werden, was gefährliche Inhalte überhaupt sind. Zudem sollen gemeinsam Tools entwickelt werden, mit denen Werbungtreibende, Mediaagenturen und Plattformen besser kontrollieren können, wo ihre Inhalte platziert werden. Und schließlich sollen es unabhängige Kennzahlen der Wirtschaft erlauben, ihre Erfolgsraten beim Blockieren und Entfernen von unerwünschten Inhalten zu messen.

Die "Global Alliance for Responsible Media" wurde im Juni 2019 von verschiedenen Werbungtreibenden, Werbe-Holdings, Media-Agenturen und Wirtschaftsverbänden gegründet. Gemeinsam repräsentieren sie ein Werbevolumen von 97 Milliarden Dollar weltweit. Marc Pritchard, Marketingchef bei Procter & Gamble, glaubt, die Zeit sei reif für eine Media-Supply-Chain, die für das Jahr 2030 gebaut sei und die für jeden Beteiligten und insbesondere für die Verbraucher, die man ansprechen wolle, sicher, effizient, transparent und verlässlich sei.


Autor: W&V Redaktion

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