Anzeige

MWC in Barcelona
Mobile World Congress beginnt ohne große Namen

Die Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona begann heute ohne die meisten großen Aussteller, die sie sonst zum wichtigsten Branchentreff machen. Auch die Deutsche Telekom ist nicht dabei. 

Text: W&V Redaktion

28. Juni 2021

Auf dem Mobile World Congress fehlen 2021 viele große Namen.
Anzeige

Der Mobile World Congress in Barcelona startete heute in mit weit weniger Ausstellern als normalerweise üblich. Unter anderem bleiben angesichts der Corona-Risiken der Smartphone-Weltmarktführer Samsung, die Netzwerkausrüster Ericsson und Nokia sowie Google dem Event in Barcelona fern. Ebenfalls nicht vor Ort ist die Deutsche Telekom, die stattdessen heute und morgen im Rahmen der "Telekom Tech Grounds" ein eigenes Konferenzformat unter dem Motto "exploring human-centered technology" anbietet. Mit "Business Innovation", "Network Differentiation", "Home Innovation" und "Nachhaltigkeit" stehen vier Themenbereiche auf den virtuellen Bühnen des Events im Fokus, auf denen diskutiert und live miteinander interagiert werden kann. Antje Hundhausen, Vice President Brand Experience bei der Telekom. "Mit unserer neuen Plattform bieten wir der Community trotz Pandemie eine Gelegenheit, sich zu begegnen und zusammenzuarbeiten. Wir wollen Impulse geben und die Entwicklung einer digitalen Gesellschaft maßgeblich mitgestalten."  

Hauptsächlich spanische Teilnehmer

Auch wenn also einige der großen Namen beim Mobile World Congress fehlen, hoffen die spanischen Veranstalter auf etwa 30 000 Teilnehmer, die laut Medienberichten überwiegend aus Spanien kommen werden. Im vergangenen Jahr war die traditionell im Februar oder März stattfindende Messe wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. 2019 kamen mehr als 100 000 Brancheninsider und Journalisten zum Mobile World Congress.
Die bis Donnerstag angesetzte Messe soll in diesem Jahr in einem Mix aus Online-Präsentationen und Veranstaltungen vor Ort über die Bühne gehen. Eines der wenigen Highlights dürfte der Auftritt von Elon Musk werden, der am Dienstagabend per Internet zugeschaltet werden soll. Der Tech-Milliardär baut mit seiner Raumfahrtfirma SpaceX ein Netz aus Satelliten zur Internet-Versorgung mit dem Namen Starlink auf.

5G auf dem Vormarsch 

Eines der Hauptthemen auf der Messe ist der weitere Ausbau der 5G-Netze, in die in den kommenden Jahren massiv Geld gesteckt werden soll. Von den bis 2025 weltweit veranschlagten Branchen-Investitionen in Höhe von 900 Milliarden Dollar (rund 754 Mrd Euro) sollen rund 80 Prozent in den 5G-Netzausbau fließen, sagte der Generaldirektor der Branchenvereinigung GSMA, Mats Granryd, am Montag. Die Corona-Pandemie habe den Aufbau der 5G-Netze nicht aufgehalten, betonte Granryd zum Auftakt der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona.
Den Angaben nach nutzen aktuell 3,8 Milliarden Menschen keine schnellen Internet-Verbindungen. Nur rund 500 Millionen von ihnen lebten dabei in Gebieten, in denen kein Mobilfunk-Breitband verfügbar sei. Für die restlichen 3,3 Milliarden gebe es bereits Netzabdeckung, aber sie könnten sich das schnelle mobile Internet entweder nicht leisten oder wollten es nicht nutzen. Sie online zu bringen, sei eine zentrale Aufgabe für die Mobilfunk-Anbieter, sagte Granryd.
"Zum Jahr 2030 wird Konnektivität ein Menschenrecht sein", sagte Deutsche-Telekom-Chef Tim Höttges, der per Video nach Barcelona zugeschaltet war. Die Internet-Versorgung müsse dabei auf die Bedürfnisse des einzelnen Nutzers zugeschnitten sein - denn etwa Gamer oder Autofahrer hätten jeweils unterschiedliche Anforderungen. "Die Gewinner werden diejenigen sein, die die Kontrolle über die Datenströme und die Identität der Kunden haben", betonte Höttges. (dpa/st)


Autor: W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autors. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.

Anzeige