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TechTäglich
Notruf-App der Länder: Posse um "Nora"

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit der Posse um die Notruf-App "Nora".

Text: W&V Redaktion

1. Oktober 2021

Die offizielle App der Länder: Blick auf "Nora". Die App macht Download-Pause.
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Als wäre der Stopp des deutschen Vorzeigeprojekts ID-Wallet nicht schon peinlich genug: Führerschein weg – so berichtete W&V erst gestern.

Nun geht Deutschlands digitales Desaster in die nächste Runde: Der Download von "Nora", der gemeinsamen Notruf-App aller Bundesländer, ist erst einmal gestoppt worden. Erst vor drei Tagen war die App in den Stores gelandet.

Das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen war bei dem Projekt der Notruf-App "Nora" federführend.

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Die Digital-Experten aus dem Land NRW, das Ministerpräsident Armin Laschet noch regiert, hatten "Nora" verantwortet und stehen nun für ein neues Kapitel des digitalen Versagens. Das Land NRW erklärte:

"Um die hohe Nachfrage verarbeiten zu können, sind Arbeiten an der Infrastruktur für das Notruf-System nötig geworden. Deshalb ist die App vorläufig nicht über die App Stores, sondern nur über unseren Support erhältlich. Wenn Sie eine Sprach- oder Hörbeeinträchtigung haben und den Telefon-Notruf nicht nutzen können, wenden Sie sich über das Kontaktformular oder per E-Mail an kontakt[at]nora-notruf.de an unseren Support. Sie erhalten dann einen individuellen Zugang zur App. Natürlich werden wir die App so bald wie möglich wieder für alle zugänglich in den App Stores bereitstellen."

Digital? Deutschland kann es nicht. Alles immer noch Neuland.

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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