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Testphase
Pay per hand: Amazons neueste Idee

Weder PIN, Karte oder Smartphone sind künftig an der Kasse nötig, wenn es nach Amazon geht. Bald könnte das Vorzeigen der Handfläche ausreichen, damit der Einkaufskorb bezahlt ist.

Text: W&V Redaktion

20. Januar 2020

Eine Hand genügt und die Ware ist bezahlt.
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Der IT-Konzern Amazon hat sich nach Recherchen des Wall Street Journal eine Technik patentieren lassen, bei der der Abdruck der Hand mit den jeweiligen Kreditkarten-Daten verknüpft ist. Kreditkartenanbieter Visa soll schon mit im Boot sein, Gespräche mit Mastercard laufen. Allerdings sind die Planungen noch in der Frühphase, so Business Insider. JPMorgan Chase, Wells Fargo, und Synchrony Financial zögern noch, ob sie sich mit dem Tech-Giganten verbrüdern sollen oder ob sie eher Konkurrenten sind. 

Was die Kartenemittenten außerdem zu bedenken geben: Wie können Kunden ihren Scan für verschiedene Karten verwenden und zwischen diesen hin und her wechseln? Auch das Thema Diebstahl ist noch nicht geklärt.

Mit neuen Zahlungsdiensten hat Amazon auch schon in den Amazon-Go-Lebensmittelgeschäften experimentiert. Dort lässt sich eine App herunterladen, die registriert, was sich der Kunden in den Wagen packt. Beim Verlassen wird das Konto automatisch belastet. 

Auch in punkto Werbegeschäft könnte die neue Zahlungsvariante spannend sein. Amazon könnte Werbung noch zielgrupppengenauer aussteuern, weil das Unternehmen noch mehr Informationen über das Einkaufsverhalten der Verbraucher hätte. Ein Argument, das wiederum für höhere Werbepreise spricht.


Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 

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