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TechTäglich
Radioaktiv! Warnung vor Anti-5G-Armbändern

Heute in TechTäglich: Verschwörungstheoriker glauben, die neue 5G-Funktechnik verändere die menschliche DNA. Dubiose Händler verkaufen "Anti-5G-Armbänder" als "Schutz". Diese sind aber extrem gefährlich.

Text: W&V Redaktion

21. Dezember 2021

Strahlende Zukunft mit 5G: Viele Verschwörungs-Theoretiker sind anderer Meinung.
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So wie viele Coronaleugner befürchten, dass durch die Impfung gegen Corona ein Chip von Bill Gates eingepflanzt wird, wehren sich auch zahlreiche Gruppen gegen die angeblich gefährliche Strahlung des 5G-Funknetzes. Der Vorwurf: Das 5G-Netz verändere die menschliche DNA.

Dubiose Händler machen sich das zunutze. Sie haben Amulette und Anti-5G-Schlafmasken herausgegeben. Der Renner sind aber sogenannte  "Anti-5G-Armbänder", die Anhänger von Verschwörungstheorien aus Angst vor Strahlen kaufen.

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Jetzt hat die niederländische Strahlenschutzbehörde, die Authority for Nuclear Safe und Radiation Protection (ANVS), mehrere dieser Produkte untersucht und herausgefunden: Die Armbänder sind selbst gefährlich. Schon die Verpackung erinnere an "einen Demokoffer für radioaktive Strahlungsquellen". Von einigen Bändern werde radioaktive Strahlung abgegeben. Die Forscher erklärten:

Die Strahlung sei zwar gering, könne jedoch bei dauerhaftem Tragen "gesundheitliche Langzeitschäden" hervorrufen. In der Folge wurde ein Verkaufsverbot für zehn der getesteten Produkte ausgesprochen. 

Die bittere Pointe: Wer sein Anti-5G-Armband jetzt einfach wegwerfen will, riskiert eine Strafe, denn selbst schwach radioaktiver Müll hat überhaupt nichts im Hausmüll zu suchen.

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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